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Albert Schönbächler löst Hans Iten als Präsidenten ab

Albert Schönbächler löst  Hans Iten als Präsidenten ab Albert Schönbächler löst  Hans Iten als Präsidenten ab
Die Einsiedler Katholiken sagen Ja zur Rechnung 2019 und zum Voranschlag 2021. Nach elf Jahren tritt Hans Iten, Präsident der Kirchgemeinde,

Die Einsiedler Katholiken sagen Ja zur Rechnung 2019 und zum Voranschlag 2021. Nach elf Jahren tritt Hans Iten, Präsident der Kirchgemeinde, zurück. Daniel Hungerbühler und Yvonne Kälin verlassen die RPK auf Ende Jahr. Neu in diese Kommission wurden Pascal Schönenberger und Gregor Fritsche gewählt

MAGNUS LEIBUNDGUT

Dem Coronavirus zum Trotz war das Interesse vorhanden: 47 Bürger besuchten am Dienstag die Versammlung der katholischen Kirchgemeinde Einsiedeln, die im Gemeindesaal über die Bühne ging.

Es war die letzte Kirchgemeindeversammlung, die unter der Leitung des Präsidenten Hans Iten stand. «Utopisch denken – pragmatisch handeln habe ich vor elf Jahren an dieser Stelle gesagt, als ich in das Amt des Kirchenratspräsidenten gewählt wurde», sagte Iten: «Es waren elf bewegte und bereichernde Jahre! Nicht alle Utopien konnten umgesetzt werden. Meinen Nachfolger erwarten spannende Aufgaben.» Itens Nachfolger heisst Albert Schönbächler: Der 58-jährige Friedensrichter und Vermittler im Bezirk Einsiedeln und den Gemeinden, Alpthal, Feusisberg und Oberiberg bringt Führungserfahrung aus seiner beruflichen Tätigkeit bei Landis & Gyr respektive Steinel mit. Albert Schönbächler ist verheiratet, hat drei Kinder und schaffte die Wahl ins Amt des Kirchenratspräsidenten problemlos: Er wurde einstimmig gewählt. Erfreulichen Gewinn verbucht

Neben Hans Iten haben auch Daniel Hungerbühler nach acht Jahren und Yvonne Kälin nach vier Jahren die Demission eingereicht. Für die zwei freiwerdenden Sitze in der Rechnungsprüfungskommission wurden Pascal Schönenberger und Gregor Fritsche in das Amt gewählt.

«Die Rechnung 2019 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 320’000 Franken erfreulich ab», sagte die Verwalterin Beatrice Birrer an der Versammlung: «Trotzdem muss ich Ihnen aber, bevor wir zur Rechnung 2019 kommen, drei Nachkredite zur Rechnung 2019 vorlegen. » Die Nachkredite betrafen Beträge für den Unterhalt von Büromobiliar und des Pfarrhauses Bennau sowie der Kirche Willerzell.

Die Rechnung 2019 und die Nachträge wurden einstimmig genehmigt. Ebenso stiess die Verwendung des Rechnungsüberschusses 2019 auf die Zustimmung der Einsiedler Katholiken: Der Gewinn in der Höhe von 320’000 Franken wird dem Eigenkapital-Konto gutgeschrieben. Somit beträgt das Eigenkapital der Kirchgemeinde 3,2 Millionen Franken.

Steuerfuss bleibt unverändert

Der Voranschlag 2021 rechnet mit einem Aufwand von knapp drei Millionen und einem Ertrag von 2,8 Millionen, was einem Defizit von knapp 200’000 Franken entspricht. Der Voranschlag wurde grossmehrheitlich gutgeheissen. Die Kirchbürger sagten zudem Ja zur Beibehaltung des Steuerfusss für das Jahr 2021 bei 26 Prozent einer Einheit.

Der Kirchenrat hat mit dem Bezirk Einsiedeln eine Vereinbarung bezüglich einer Projektierung der Überbauung des Areals Einsiedlerhof abgeschlossen. Bestandteil der Investitionsrechnung ist der Bau des Pfarreiheims. Die entsprechenden Aufwendungen werden frühestens 2022 anfallen.

Aus diesem Grunde wurde am Dienstagabend eine informative Investitionsrechnung zur Kenntnisnahme vorgelegt. Die Investitionsrechnung 2022–2024 wurde ohne Gegenstimmen zur Kenntnis genommen.

Das Pfarreiheim liegt im Fokus Hans Iten informierte anschliessend über den Stand der Dinge in Sachen Pfarreiheim: Der Investorenwettbewerb für die Überbauung Areal Einsiedlerhof/Jugendkirche sei abgeschlossen. Der Bericht der Jury werde demnächst vorliegen.

Ziel des Wettbewerbs sei es gewesen, eine Gesamtüberbauung samt Erschliessung und Parkierung für beide Parzellen zu finden, mit der für alle Parteien eine städtebaulich und architektonisch optimale sowie wirtschaftlich tragbare Lösung erreicht werden kann.

Die Gesamtüberbauung soll so gestaltet sein, dass im anschliessenden Bauprozess alle Parteien möglichst unabhängig ihre Vorhaben umsetzen können und die Kosten und Eigentumsverhältnisse klar geregelt sind.

«Nachdem der Wettbewerb abgeschlossen ist, kann frühestens im Jahre 2021 in zwei Abstimmungen über den Baukredit/ Investitionskredit abgestimmt werden», erklärte Iten: «Der früheste Bezug der Räumlichkeiten wäre somit auf 2024/2025 möglich.» Neuausrichtung der Pfarrei

Pater Basil Höfliger informierte an der Kirchgemeindeversammlung über die Stelle des Koordinators Kirchenmusik: Man habe mit Fabian Bucher eine versierte Persönlichkeit finden und anstellen können. Fabian Bucher leitet seit dem Sommer 2015 den Singkreis St. Cäcilia Einsiedeln. Er wird als Ansprechperson für Kirchenmusik tätig werden, das Organisten-Tool betreuen, Singlager und Konzerte in der Jugendkirche koordinieren und für das Lieder-Repertoire verantwortlich sein. Des Weiteren informierte Pater Basil die Einsiedler Katholiken über die Neuausrichtung der Pfarrei: Man habe trotz Coronavirus in diesem Jahr Erfahrungen mit einer neuen Gottesdienstordnung machen können. Zum Präsidenten des Seelsorgerats wurde Markus Keller gewählt.

Zum Schluss der Versammlung stand die Verabschiedung des Kirchenratspräsidenten Hans Iten auf dem Programm. Pater Basil bedankte sich bei Hans Iten für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Pfarrei und Kirchgemeinde: Man habe beim Präsidenten immerzu ein offenes Ohr gefunden. Nicht zuletzt dank Hans Iten habe die Seelsorge im Dorf Einsiedeln und in den Vierteln gewährleistet werden können.

Albert Schönbächler wird Nachfolger von Hans Iten (links im Bild) im Kirchenratspräsidium der katholischen Kirchgemeinde Einsiedeln.

Pater Basil Höfliger informierte die Kirchbürger über die Neuausrichtung der Pfarrei Einsiedeln.

Im Gemeindesaal sagten letzten Dienstagabend 47 maskierte Einsiedler Katholiken Ja zur Jahresrechnung 2019.

Fotos: Magnus Leibundgut

Beatrice Birrer, Verwalterin der Kirchgemeinde Einsiedeln, stellte die Jahresrechnung 2019 und den Voranschlag 2021 vor.

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