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Sogar aus Gran Canaria spielte einer mit

Sogar aus Gran Canaria  spielte einer mit Sogar aus Gran Canaria  spielte einer mit
Der Schachclub Einsiedeln geht online. Das Spiel via Computer und Zoom passt perfekt in die Corona-Zeit. Und ist erst noch sehr amüsant. VICTOR

Der Schachclub Einsiedeln geht online. Das Spiel via Computer und Zoom passt perfekt in die Corona-Zeit. Und ist erst noch sehr amüsant.

VICTOR KÄLIN

Was Weltmeister Magnus Carlsen mit seiner Champions Chess Tour aktuell zeigt, kann der Schachclub Einsiedeln auch: Kurzerhand organisierte er am 23. November, dem obligaten Montag-Spielabend, ein Online-Turnier. Das erste in der doch schon 46-jährigen Geschichte des Dorfclubs. Eine perfekte, Corona-taugliche Alternative fürs Schach.

Spiritus rector und technischer Leiter in einem war Guido Schmid, seines zeichens amtierender Einsiedler Clubmeister. Über «lichess.com» richtete er ein Wettkampfprogramm ein, zu welchem sich jeder Interessent zuschalten konnte. Kommuniziert wurde über «Zoom». Zehn Mitglieder des Schachclubs liessen sich diese Premiere nicht entgehen und schalteten sich von zu Hause aus zu – einer sogar aus Gran Canaria! Da er auf der Insel jedoch keinen Computer mitgenommen hatte, spielte er via Handy. Angesetzt waren mehrere Partien im Blitz-Format mit je fünf Minuten Spielzeit. Am besten mit den doch für einige ungewohnten Umständen kam wenig überraschend der jüngste Teilnehmer zurecht: Florian Stäuble aus dem Gross erwies sich am Computer als wahrer Meister.

«Online zu spielen ist deutlich interaktiver als direkt am Tisch», stellte Guido Schmid fest. «Schliesslich konnte man gleichzeitig mit zehn Personen kommunizieren.» Obwohl die Akteure mit Ernst bei der Sache gewesen seien, «wurde an diesem Abend doch viel gelacht». Nach anderthalb Stunden war ausgespielt. Die erste Frage nach den 90 Minuten war: «Wann gibts das nächste Online-Turnier?» Und als die virtuelle Rangverkündigung vorbei war, «diskutierten wir noch über Gott und Welt».

Turnierleiter Guido Schmid kommunizierte via Laptop und «Zoom» mit den übrigen Teilnehmern; gespielt wurden die Wettkampf-Partien via «lichess» auf dem Computer, auf welchem auch die Webcam für die Kommunikation installiert ist.

Foto: zvg

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