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«In jedem Rennen Vollgas geben»

«In jedem Rennen Vollgas geben» «In jedem Rennen Vollgas geben»
Unteribergs Langläufer Roman Schaad steht vor seiner achten Ski-Weltcupsaison Roman Schaad schaut auf ein sehr gutes Sommertraining zurück

Unteribergs Langläufer Roman Schaad steht vor seiner achten Ski-Weltcupsaison

Roman Schaad schaut auf ein sehr gutes Sommertraining zurück und hofft, mit guten Resultaten den vergangenen schlechten Winter vergessen machen zu können.

KONRAD SCHULER

Der 27-jährige Unteriberger lief in der letzten Saison ein einziges Mal in die Top 30 und holte damit nur gerade einen einzigen Weltcupzähler. Dies war auch der Grund dafür, dass er vom A-Kader ins B-Kader abgestuft wurde. Insgesamt hat er in den vergangenen sieben Wintern 20mal Weltcuppunkte im Sprint im freien Stil geholt. Sein Bestresultat ist der neunte Platz von Toblach vom 2. Februar 2014.

Rang zehn Bestresultat in Davos In Davos ging er bis anhin achtmal in seiner Paradedisziplin an den Start. Sechsmal davon holte er Weltcuppunkte. Im Dezember 2013 belegte er Rang zehn, das ist bis heute das Bestresultat in Davos. Im Dezember 2014 holte er in zwei Rennen die Ränge 20 und 30. Im Dezember 2015 wurde er Elfter. Im Dezember 2016 holte er mit Rang 32 knapp keine Zähler. Im Dezember 2017 folgte ein 19. Platz. Vorletztes Jahr wurde er 22. und im letzten Jahr folgte das schlechteste Ergebnis mit Rang 50. Übernächsten Samstag will er in Davos wieder an die besseren Zeiten anknüpfen. Den Saisonstart macht er aber morgen im Continentalcup im Goms in seiner Paradedisziplin. Da sämtliche Weltcuprennen an diesem Wochenende in Lillehammer abgesagt wurden, könnte das Teilnehmerfeld ein weltcupähnliches Niveau aufweisen. Am Sonntag steht ein 15-Kilometer-Lauf im freien Stil auf dem Programm.

Gelungenes Sommertraining

«Ich habe ein sehr gutes Sommertraining hinter mir und hatte grundsätzlich keine Probleme. Einzig mal eine kleine Zerrung und vor einem Monat eine leichte Erkrankung stehen auf der Negativseite », so Schaad. «Ich fühle mich gut und hoffe, dass ich nicht zu viel trainiert habe. Jedenfalls habe ich ein besseres Gefühl als in den letzten Jahren », zeigt er sich zuversichtlich.

Rückenprobleme bleiben Die Rückenprobleme seien bei ihm immer ein Thema, er wisse aber mittlerweile, wie damit umzugehen sei. Seine Zuversicht nimmt er auch aus dem Vergleich beim Nordic Weekend in Andermatt im September und aus Testrennen.

In Andermatt sei er im Skating- Prolog etwa gleich stark gewesen wie im Vorjahr. Im Klassisch- Rennen auf den Rollskier habe er ein markant besseres Ergebnis erzielt als ein Jahr zuvor und auch im Berglauf sei er deutlich schneller gewesen als 2019. Letzten Freitag und Samstag sei es ihm bei Testrennen im Skating Sprint und in der Skating Distanz zweimal sehr gut gelaufen.

Im Training nur Details verändert In den Monaten Mai und Juni habe er etwa je hälftig in Unteriberg und Davos trainiert. Diverse Trainingslager seien im Sommer und Herbst abgesagt worden. Das erste Trainingslager in Prémanon im französischen Jura sei bestens gelungen. Der Schwerpunkt habe beim Rollskitraining gelegen. «Es gab dort extrem viele Strassen mit wenig Verkehr», schwärmt Schaad.

Ende September und Anfang Oktober sei dann der Fokus auf dem ersten Schneekontakt gelegen. In der Schneehalle in Oberhof habe man an der Technik gefeilt.

Mehrmals negativ auf Corona getestet Seit dem 29. Oktober sei das Training auf der Snowfarmingloipe in Davos im Vordergrund gestanden. Zweimal habe es dabei einen Trainingszusammenzug während einer Woche gegeben.

«Ich bin froh, dass ich wieder einmal ohne Beschwerden trainieren kann. Grundsätzlich habe ich gleich trainiert wie ein Jahr zuvor. Der neue Trainer François Faivre hat sich gut angepasst und kleine Inputs gegeben, dich ich geschätzt habe. Ebenso habe ich es aber begrüsst, dass nichts Wesentliches geändert wurde.

Die Corona-Situation habe einige Anpassungen und Änderungen gebracht. «Ich habe viel mehr als üblich zu Hause in Unteriberg trainiert und wir waren häufig nur unter Athleten in regem Kontakt», beschreibt er die letzten Monate. Er sei schon mehrmals getestet worden mit immer negativem Ergebnis. Dezemberrennen sehr wichtig

Nach den Continentalcup-Rennen im Goms folgen am übernächsten Wochenende die Weltcuprennen in Davos. Roman Schaad wird am Samstag im Sprint alles versuchen, um in die Top 30 zu laufen.

Eine Woche später sind die beiden Sprintrennen einzeln und im Team im freien Stil in Dresden programmiert. In Dresden hat Roman Schaad immer eine gute Figur gemacht. Am Neujahrstag ist der Sprint im freien Stil zum Tour-de-Ski-Auftakt im Val Müstair angesagt. Für den weiteren Verlauf der Saison sind diese Rennen für Roman Schaad von sehr grosser Bedeutung.

Insgesamt stehen nur fünf Einzelrennen und zwei Teamwettkämpfe im Sprint im freien Stil auf dem Weltcupkalender. Sollten noch Rennen ausfallen, dann wird jedes Rennen noch wichtiger. «Ich muss in jedem Rennen Vollgas geben», weiss denn auch Roman Schaad selber. «Vielleicht geht aber für mich in den Distanzrennen im freien Stil die eine oder andere Türe auf», macht er sich selber Hoffnung.

«Es gab dort extrem viele Strassen mit wenig Verkehr.»

Roman Schaad

Roman Schaad beim Training auf der-Loipe in Davos. Foto: zvg

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