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SVP für schulergänzende Betreuungsangebote

Kontrovers diskutierte die SVP die Vorlage zur schulergänzenden Kinderbetreuung. Letztlich entschied sie sich für Zustimmung. SVP. Die Parteiversammlung

Kontrovers diskutierte die SVP die Vorlage zur schulergänzenden Kinderbetreuung. Letztlich entschied sie sich für Zustimmung.

SVP. Die Parteiversammlung der SVP Einsiedeln wurde am Abend des 2. Dezembers zum ersten Mal virtuell abgehalten. Den Voranschlag, die Erfolgs- und Investitionsrechnung wie auch die Festsetzung des Steuerfusses präsentierte Säckelmeister Andreas Kuriger in gewohnt fachkundiger Manier. Diese Geschäfte wurden einstimmig und ohne grosse Diskussion genehmigt. Inhaltlich wurden einige Positionen (Trennung von Wünschbarem und zwingend Notwendigem) kritisch hinterfragt, diesbezüglich werden an der Gemeinde allenfalls Anträge gestellt.

Die Abrechnung der Baukredite Schulhausaufstockungen Kornhaus- und Nordstrasse wurden auch bestätigt. Ein «Tolggen im Reinheft» bleibt aber, da für die Aufstockung des Schulhauses Kornhausstrasse ein Abstrich bei den Kantonssubventionen in Kauf genommen werden musste.

«Die Zeiten ändern sich»

Mehr zu diskutieren gab die «Einführung von schulergänzenden Betreuungsangeboten an den Schulen Einsiedeln». Wo sich aber schlussendlich auch eine Mehrheit für die Einführung dieses Angebotes aussprach. Die Sachvorlage entspricht auf den ersten Blick nicht dem SVP-«Urgedanken » der Kinderbetreuung und stellt auch eine weitere finanzielle Belastung dar. Die Zeiten ändern sich und die Nachfrage von Tagesstrukturen ist ein Anliegen aller Bevölkerungsschichten, egal welche politische Ausrichtung oder welches Einkommen vorhanden ist. Es gibt Familien, welche beide Elternteile arbeitstätig sein müssen, damit sie finanziell über die Runden kommen. Ebenso gross ist die Nachfrage bei den höheren Einkommensschichten, bei welchen beide Elternteile höchste Ausbildungen absolviert haben (zum Beispiel auf Kosten des Staates studiert haben). Ein jahrelanges Fernbleiben auf dem Arbeitsmarkt ist für jeden persönlich, egal welche Ausbildung man hat, eine enorme Hürde, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuss zu fassen.

Auf den ersten Blick sieht es als ein Mehraufwand für den Bezirk aus. Jedoch ist davon auszugehen, wenn beide Elternteile arbeiten, dass dies wiederum mehr Steuereinnahmen für den Bezirk bedeutet.

«Soll keine Schule machen …»

Es bleibt zu hoffen, das diese «neue» Form von Parteiversammlung, keine Schule macht. Unsere kantonale Regierung ist gefordert, wie auch die nationalen Politiker, dass wir in Zukunft einen andern Weg finden, um mit einer Pandemie umgehen zu können. Der so wichtige soziale Austausch findet nur sehr beschränkt statt. Nicht nur das schlägt auf die Psyche vieler Mitmenschen, sondern auch die hausgemachte Negativpropaganda, welche einfach kein Ende nehmen will (womit aber nicht der EA gemeint ist).

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