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Prüfungskommission kritisiert den ehemaligen Alpthaler Pfarrer

Prüfungskommission kritisiert den  ehemaligen Alpthaler Pfarrer Prüfungskommission kritisiert den  ehemaligen Alpthaler Pfarrer
Die Prüfungskommission für die kirchlichen Stiftungen der Kirchgemeinde Alpthal übt massive Kritik am ehemaligen Pfarradministrator. VICTOR

Die Prüfungskommission für die kirchlichen Stiftungen der Kirchgemeinde Alpthal übt massive Kritik am ehemaligen Pfarradministrator.

VICTOR KÄLIN

Es war zu erwarten, dass die Alpthaler Ära von Pfarrer Georg Rabeneck noch ein Nachspiel haben würde. Spätestens mit der Rechnungsablage dürfte dessen Wirken in Zahlen sichtbar werden. Dem ist tatsächlich so, wie der Einladung zur Alpthaler Kirchgemeindeversammlung entnommen werden kann. Allerdings beziehen sich die Zahlen lediglich auf das Rechnungsjahr 2019. «Zu keiner Zeit ein Bedürfnis»

In Zentrum der Kritik steht nicht die ordentliche Rechnung der Kirchgemeinde (siehe Kasten), sondern die Bestandesrechnung 2019 der Pfarrpfrundstiftung. Wie die zweiköpfige Prüfungskommission in ihrem schriftlichen Bericht festhält, seien per Ende des Vorjahres die Kosten für die Renovation des Pfarrhauses auf bisher 472’000 Franken aufgelaufen; allerdings hätten diese auf «ihre rechtmässige und wirtschaftliche Ausführung nicht geprüft werden» können. Die beiden Prüfer mussten im Gegenteil feststellen, «dass ein Ausbau des Dachgeschosses grundlos erfolgte». Seitens der Kirchgemeinde habe «zu keiner Zeit ein Bedürfnis nach zusätzlichen Räumen» bestanden.

Nach Durchsicht der Rechnungsbelege ist die Prüfungskommission zum Ergebnis gekommen, «dass die Gebote der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit grob missachtet wurden », zumal nicht eruierbar sei, ob «noch ausstehende Schulden vollständig erfasst» worden sind. Die Kommission beantragt, die Bauabrechnung Renovation Pfarrhaus durch eine zusätzliche Baufachstelle zu beurteilen.

Folgt gar eine Klage?

Hart ins Gericht geht die Kommission mit Pfarradministrator Georg Rabeneck. «Für die Folgen der Kompetenzüberschreitungen sowie die Fehlplanung ist er persönlich zu belangen», schreibt die Prüfungskommission; sie behält sich gar «eine Klage wegen ungetreuer Geschäftsführung » vor. Allenfalls sei zu prüfen, «wie weit der gutgläubige Stiftungsrat zur Rechenschaft gezogen werden muss».

Kirchgemeindeversammlung Alpthal, Freitag, 18. Dezember, 20 Uhr, Mehrzweckgebäude

Die Sanierung des Alpthaler Pfarrhauses sorgt auch nach dem Wegzug des Pfarradministrators für Diskussionen. Foto: Archiv EA

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