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Fürchtet euch nicht

Fürchtet euch nicht Fürchtet euch nicht
IDA OCHSNER «Fürchtet euch nicht!» Das war die Nacht, in der die Hirten ihre Herde zusammenhielten. Einige waren am Schlafen, andere hielten

ZWISCHENLUEGETEN 3

IDA OCHSNER

«Fürchtet euch nicht!» Das war die Nacht, in der die Hirten ihre Herde zusammenhielten. Einige waren am Schlafen, andere hielten Wache. Da erschien wie aus dem Nichts ein Engel zu ihnen mit einer Botschaft. Die Hirten sollen ein Kind, das in einer Krippe lag, in einem Stall suchen und finden.

Der Satz «Fürchtet euch nicht» ist für mich nicht nur zur Weihnachtszeit einer der schönsten. Der Satz, der so gut in unsere Zeit passt und gleichzeitig so viele Fragen aufwirft. Wie sollen wir uns nicht fürchten, wenn Krankheit und Tod uns immer beherrschen? Wenn durch Terror und Kriege Menschen ihre Lieben verlieren? Einst war es mit dem neugeborenen Kind von Maria und Josef auch nicht friedlich und idyllisch. Die zwei Verlobten mit dem Baby waren auf der Flucht und sie fanden nur einen Stall.

Weihnachten bedeutet, dass Gott Mensch geworden ist. Nicht als grosser Präsident, Manager oder Wirtschaftsdirektor. Nein – als kleines, verletzliches Kind, das angewiesen ist auf die Fürsorge anderer. Das den Zuspruch braucht «Fürchte dich nicht». Alles wird gut. Es ist kein Zufall, dass dieses neugeborene Christkind sich an die Seite der Verletzten, Verwundeten, der Trauernden und Schutzlosen stellt. Dort ist er zu finden, im Stall, und dort können wir ihm auch heute noch begegnen.

Ja, wir feiern die Weihnachtszeit auch heuer, weil Terror, Krankheit, Angst und Hass nicht das letzte Wort haben dürfen. Es braucht mutige Menschen, die auch heute sagen: «Fürchtet euch nicht» und wir setzen uns für dieses Häufchen Elend voller Leben ein.

* Ida Ochsner (62) verlobt mit dem Winzer Heiri (65) Strohmayer aus der Steiermark macht sich Sorgen um das kommende Jahr … Ida sagt nur: «Fürchte dich nicht!»

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