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Beste Sicht auf weissem Terrain

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Ski-OL: Saisonauftakt für die Elite mit Einsiedler Beteiligung Aufgrund der aktuellen Situation konnten die ersten Ski-OL-Wettkämpfe der

Ski-OL: Saisonauftakt für die Elite mit Einsiedler Beteiligung

Aufgrund der aktuellen Situation konnten die ersten Ski-OL-Wettkämpfe der Saison nur für die Elite und mit einem strengen Schutzkonzept durchgeführt werden. Auf der Melchsee-Frutt standen ein Sprint und eine Mitteldistanz sowie ein ganz spezielles Testlaufformat auf dem Programm.

Mitg. Angesichts der aktuellen Pandemiesituation in der Schweiz war es lange äusserst unklar, ob die Ski-OL-Saisonpremiere auf der Melchsee-Frutt tatsächlich über die Bühne gehen kann. Die Rennen waren eigentlich auch für den Breitensport angedacht. Aufgrund der neuen Massnahmen vom 11. Dezember waren nur noch Wettkämpfe für Nationalkaderathleten möglich. Beim Einlaufen Maskenpflicht

So fanden die Wettkämpfe eingeschränkt auf die Bewerber von EM/WM bei Elite, Junioren und Jugend statt. Alle Beteiligten musstenzudemvordemWochenende ein negatives PCR-Testresultat vorweisen können und wurden in Gruppen à fünf Personen unterteilt, sodass das Risiko einer Ausbreitung des Virus so gering wie möglich gehalten werden konnte. Mit Ausnahme des eigentlichen Wettkampfes und des Einlaufens herrschte eine Maskenpflicht.

Das Gelände auf der Melchsee- Frutt, welches sich oberhalb der Baumgrenze befindet, bot auch dank des guten Wetters beste und vor allem weite Sicht. Trotzdem gelang es den Organisatoren, ein spannendes Spurnetz um die bestehenden Loipen und Winterwanderwege zu legen, sodass die technischen Fähigkeiten der Teilnehmenden gefordert waren.

Sprintrennen zum Auftakt

Das Wochenende wurde am Samstag mit einem Sprintrennen gestartet. Da Jugend, Junioren und Elite jeweils die gleiche Bahn absolvierten, konnten spannende Vergleiche gemacht werden. Den jungen Läuferinnen und Läufern wurde die Möglichkeit gegeben, sich mit der Elite zu vergleichen.

In der Herrenkategorie konnte Nicola Müller das Rennen für sich entscheiden. Er konnte den Teamleader Gion Schnyder um mehr als eine halbe Minute hinter sich lassen. Das Podest komplettierte der Bruder von Nicola, Gian-Andri Müller, der noch in der Juniorenkategorie startberechtigt ist. Gian-Andri Müller besucht seit diesem Jahr das Sportgymnasium in Davos, wo er Training und Ausbildung optimal kombinieren kann.

Alina Niggli ganz gross In der Damenkategorie trumpfte eine junge Athletin ganz gross auf. Alina Niggli gewann das Rennen und vermochte damit auch die Weltcupsiegerin der vergangenen Saison, Daisy Kudre aus Estland, hinter sich zu lassen. Dahinter klassierten sich Epp Paalberg aus Estland sowie die Juniorin Delia Giezendanner. Dritte Schweizerin wurde die Neo-Eliteläuferin Eliane Deininger, die sich ab dieser Saison voll auf den Ski-OL konzentriert und sich deshalb nicht fürs Fuss-OL Elitekader beworben hatte.

Das Ganze noch einmal Nur kurz nach dem Sprint starteten die Athletinnen und Athleten zum zweiten Selektionsrennen. Dabei wurde dieselbe Sprintbahn ein zweites Mal absolviert. Zwischen den Rennen war das Kartenstudium erlaubt. Herrenseitig kam es zu einem Müller- Doppelsieg. Nicola vermochte dem Druck von Gion Schnyder standzuhalten und gewann erneut. Sein Bruder Gian-Andri verwies zudem Schnyder mit vier Sekunden Vorsprung auf den dritten Rang. Im Damenrennen konnte die Favoritin Daisy Kudre den Sieg zurückholen. Zweite wured Delia Giezendanner, der dritte Rang ging an Lea Widmer.

Favoritensiege über die Mitteldistanz Im Rennen vom Sonntag über die Mitteldistanz konnten die gestandenen Eliteathleten die Jungen in Schach halten. Bei den Damen ging der Sieg ungefährdet an Daisy Kudre. Auch das restliche Podest blieb gegenüber dem Re-Run des Vortages unverändert. Delia Giezendanner wurde Zweite, Lea Widmer Dritte. Anzumerken ist, dass die Jugendläufer, also die unter 17-jährigen Herren, dieselbe Bahn absolvierten. Jan Lauenstein aus Cormondrèche absolvierte die Bahn dabei mehr als drei Minuten schneller als die siegreiche Estin, aber auch Corsin Müller und Flavio Ehrler waren schneller als die Elitedamen. Den jungen Herren ist an der kommenden Jugend-EM in Estland viel zuzutrauen.

Im Herrenrennen gelang es Gion Schnyder, das Rennen für sich zu entscheiden. Zweiter wurde mit nur drei Sekunden Rückstand Gian-Andri Müller, fünf Sekunden hinter Müller wurde Corsin Boos aus Malters Dritter. Dass die Wettkämpfe sowohl bei den Damen als auch bei den Herren sehr eng ausfielen, ist ein Zeichen für die ausgezeichnete Arbeit, die im Ski-OL-Kader zurzeit geleistet wird (siehe Resultate).

Einsam auf weisser Flur: Der Einsiedler OL-Langläufer Corsin Müller. Foto: Epp Paalberg

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