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«Es gibt Schwierigeres als Autofahren»

«Es gibt Schwierigeres  als Autofahren» «Es gibt Schwierigeres  als Autofahren»
Lange haben viele junge Leute darauf gewartet: Auto fahren bereits mit 17 Jahren. Einer von ihnen ist der Alpthaler Samuel Oechslin. Sobald er

Lange haben viele junge Leute darauf gewartet: Auto fahren bereits mit 17 Jahren. Einer von ihnen ist der Alpthaler Samuel Oechslin. Sobald er 17 ist, wird er mit dem Autofahren beginnen. An seinem 18. Geburtstag darf er dann alleine fahren.

Sie gehören zu den ersten, die in der Schweiz bereits mit 17 Jahren Auto fahren dürfen. Haben Sie den Lernfahrausweis bereits? Nein, den habe ich noch nicht. Anfang nächstes Jahr werde ich die Rollerprüfung machen. Damit darf ich dann ab meinem 17. Geburtstag in Begleitung eines Erwachsenen Auto fahren. Wann haben Sie das erste Mal davon erfahren, dass Sie schon ein Jahr früher hinters Steuer dürfen? Ich wusste schon länger, dass man diese Regelung irgendwann einführen möchte. Dass es nun wirklich im nächsten Jahr in Kraft tritt, erfuhr ich vor etwa einem halben Jahr. Ich habe mich darüber gefreut, dass ich früher mit dem Autofahren beginnen

LUKAS SCHUMACHER

darf.

Mir dürfen Sie es verraten: Sind Sie schon einmal mit einem Auto gefahren? Ja, auf einem Privatgrundstück – es gibt Schwierigeres (lacht). Das Autofahren macht Spass. Mein älterer Bruder fährt seit Kurzem Auto und meinte, das Schwierigste sei, dass man immer alles im Blick habe. Und zum Beispiel beim Abbiegen die richtigen Kontrollblicke macht. Sie sind im ersten Lehrjahr als Spengler in einem Betrieb in Trachslau. Wie wichtig ist die Autoprüfung für diesen Beruf? Wenn ich mit 17 Jahren Auto fahren darf, nützt es mir noch nichts, da ja sowieso immer jemand mit einem Fahrausweis neben mir sitzen muss. Sobald man selbst Auto fahren darf, ist es sehr nützlich, da wir ja auf vielen verschiedenen Baustellen arbeiten. Wissen Sie schon, ob Ihr Lehrmeister Sie mal hinters Steuer des Budenautos lässt, sobald Sie 17 geworden sind? Ja, er hat bereits gesagt, dass er sich freue, wenn ich Auto fahren darf.

Wie kommen Sie aktuell von A nach B?

Mit dem Velotöffli. Von Alpthal

bin ich in nur zwei bis drei Minuten im Geschäft.

Sie haben noch keine Rollerprüfung, fahren aber bereits Motocross?

Ja, auf der Rennstrecke ist das kein Problem. Nehmen Sie an einer Meisterschaft teil?

Ja, dieses Jahr wurde ich Dritter bei den Schweizermeisterschaften in der Kategorie 125er Junioren.

Und Ihre Ambitionen fürs nächste Jahr? Ich werde nochmals in der selben Kategorie fahren. Dieses Mal möchte ich den Titel holen. Können Sie sich noch an Ihre erste Fahrt mit einem motorisierten Gefährt erinnern? Ja, das war mit einem Velotöffli, als ich so sieben/acht Jahre jung war. Das Töffli lief nicht richtig, stockte – es war fast kaputt. Es war aber trotzdem cool. Und Sie sind alleine gefahren?

(Lacht) Ja, einfach bei uns zu Hause.

Wissen Sie schon, welches Ihr erstes Auto wird?

Sicher eines, welches mich nicht reut – einfach ein billiges.

Und was wäre Ihr Traumauto?

Da habe ich mir noch keine grossen Gedanken gemacht. Einfach eines, das viele PS hat, mit hohem Fahrwerk, damit man auch mal abseits der Strasse fahren kann.

Foto: Lukas Schumacher

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