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Impfstoff – später Einsatz?

Der Leserbrief von Walter Kutter in der EA-Ausgabe vom 29. Dezember kommt mir besserwisserisch und kurzdenkend vor. Dazu ein Vergleichsbild:

LESERBRIEFE

Der Leserbrief von Walter Kutter in der EA-Ausgabe vom 29. Dezember kommt mir besserwisserisch und kurzdenkend vor. Dazu ein Vergleichsbild: Es ist bei der gegenwärtigen Situation etwa so, als ob die Feuerwehr feststellt, dass die Löschmittel nicht vorhanden, oder (zu) spät angeschafft worden wären. Was muss nun der Kommandant tun? Er versucht, den Brand mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und in der vom Fall gegebenen Zeit zu löschen.

Eine nachträgliche Schuldzuweisung von Laienseite über einen falsch scheinenden Einsatz ist eine bequeme Sache. Studium des Falls und eine entsprechende Lösungssuche ein weit anforderungsreicheres Ding, das auch zudem von viel Verantwortung belastet wird. Wir alle werden von der Pandemie in vielem gebremst. Aber vollmundig den Regierungen Schuld für ein zu zögerliches Eingreifen anzulasten, gehört in die Schublade der unsachgemässen Schulmeisterei.

Herr Kutter, hätten Sie die Verantwortung übernommen, wenn ein schlecht geprüfter Einsatz von Impfstoffen verheerenderen Schaden angerichtet hätte, als er momentan am Laufen ist? Der Meinung von Herr Kutter wäre anzufügen, dass die Schuld der Verzögerungen weniger den Politikern, als der «allmächtigen Swissmedic» anzuhängen wäre. Diese glaubten, ihre Impfstoff-Tests, mit Verzögerungen behaftet, eigenmächtig durchführen zu müssen, während das Ausland rund um die Schweiz solche schon früher positiv abgeschlossen und zur Impfung freigegeben hatten. Es wird die Vermutung wach, dass darin der Grund liegt, dass spät und zu wenig Impfstoff bestellt, respektive reserviert wurde.

Karl Hensler Allmeindstrasse (Einsiedeln)

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