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Erfolgreich – trotz allem

Erfolgreich – trotz allem Erfolgreich – trotz allem
Landi Einsiedeln AG übertrifft im Geschäftsjahr 2019/2020 das Vorjahresergebnis Ende September endet jeweils das Geschäftsjahr der Landi

Landi Einsiedeln AG übertrifft im Geschäftsjahr 2019/2020 das Vorjahresergebnis

Ende September endet jeweils das Geschäftsjahr der Landi Einsiedeln AG. Trotz erster Corona-Welle schreibt das Unternehmen erneut schwarze Zahlen.

VICTOR KÄLIN

Selbst wenn der Geschäftszyklus der Landi Einsiedeln AG jeweils vom 1. Oktober bis zum 30. September dauert und somit die zweite Corona-Welle nicht mehr erfasst, «ist 2020 ein Jahr, das in die Geschichte eingeht». Das schreiben Verwaltungsratspräsident Peter Kälin und Geschäftsführer Erich Suter in ihrem Jahresbericht 2019/20.

«Covid-19 ist immer und überall präsent – auch die Landi Einsiedeln war von der Pandemie immer wieder stark und zum Teil sehr einschneidend betroffen.» Lockdown, Teilschliessung und eingeschränkte Mobilität seien «sehr spezielle Situationen» gewesen. Die Kehrseite ist der Erkenntnisgewinn, dass sich das «Landi-Konzept selbst in der Krise als bodenständig und kundennah erwiesen» habe, wie Kälin und Suter zufrieden resümieren.

«Regelrecht überrannt» Anfang Jahr konnten die Umsätze noch gesteigert werden, doch mit Corona verordnete der Bund auch der Landi eine Teilschliessung: Lediglich Lebensmittel und weitere Güter des täglichen Bedarfs durften mit Schutzvorkehrungen (über die Rampe) verkauft werden. Die Landi hat deshalb die Kapazität ihrer Online- Plattform erhöht und sich innerhalb von wenigen Tagen zu Rüstern und Kommissionierern gewandelt.

«Wir wurden regelrecht überrannt », erinnert sich Suter. Es waren aber genau diese Online- Bestellungen, welche das Unternehmen den Umsatz auf einem guten Niveau halten liess. Die Nachfrage ebbte auch nicht ab, als sich im Mai die Verhältnisse zu normalisieren begannen. Letztlich resultierte per Ende September ein Bruttoerlös von 8,5 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 6,1 Prozent (9,1 Millionen Franken). Dafür macht Erich Suter in erster Linie den weggefallenen Molki-Gastrohandel verantwortlich, was erstmals in der Jahresrechnung seinen Niederschlag findet.

Zum Gesamt-Umsatz trugen die Sparten wie folgt bei: Landi- Laden 63 Prozent, Agro 15 Prozent, Tankstelle 12 Prozent, sowie Brenn- und Treibstoffe 10 Prozent.

Jahresgewinn erhöht

Dass der Jahresgewinn trotz des verringerten Umsatzes von 23’100 auf 33’700 Franken hat gesteigert werden können, ist in erster Linie auf den tieferen Lohn- und Handelswarenaufwand zurückzuführen. Diese Differenz erlaubte es den Verantwortlichen gar, die Abschreibungen von 337’000 auf 450’000 Franken zu erhöhen.

Dank des Jahresgewinns erhöht sich der Bilanzgewinn auf 728’200 Franken. Zuhanden der Generalversammlung schlägt der Verwaltungsrat vor, diese Summe auf die neue Rechnung vorzutragen. Auf die Ausschüttung einer Dividende soll verzichtet werden.

Aufgrund der Corona-Bestimmungen findet die 27. ordentliche GV der Landi Einsiedeln AG auf dem Korrespondenzweg statt.

«Das Konzept hat sich selbst in der Krise als bodenständig und kundennah erwiesen.»

Erich Suter, Geschäftsführer

Fast zwei Drittel aller Umsätze der Landi Einsiedeln generiert der Laden an der Alpstrasse.

Innert weniger Tage ist auch die Landi Einsiedeln zu Rüstern und Kommissionierern geworden: Bereitgestellte Waren während der Corona-Zeit.

Foto: Landi

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