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Lockdown’s in Einsiedeln

Nicht nur die Restaurants bleiben in Einsiedeln geschlossen. Auch die Schulen, die Bezirksverwaltung, die Banken und viele andere Betriebe

LESERBRIEFE

Nicht nur die Restaurants bleiben in Einsiedeln geschlossen. Auch die Schulen, die Bezirksverwaltung, die Banken und viele andere Betriebe bleiben am nächsten Montag und Dienstag zu. Dies jedoch nicht wegen Corona, sondern wegen der Fasnacht, welche bekanntlich dieses Jahr nicht stattfinden darf! Ich wünsche allen eine herrliche Narrenzeit!

Louis Zehnder (Bennau) ABSTIMMUNGEN 7. MÄRZ

Schulergänzende Betreuungsangebote in Einsiedeln

Seit einigen Jahren geht der Trend dahin, dass Frauen ebenso gut wie Männer ausgebildet sind. Die Wirtschaft ist froh, denn sie ist auf gut ausgebildete Arbeitskräfte angewiesen.

Heutige Familien teilen sich Erziehungsarbeit und Erwerbstätigkeit partnerschaftlich auf. Diese Familienmodelle sind aber nur möglich, wenn schulergänzende Tagesstrukturen vorhanden sind. Für nicht wenige Familien sind heute zwei Einkommen sogar notwendig, um die Existenz der Familie aus eigener Kraft sichern zu können. Auch alleinerziehende Frauen und Männer benötigen eine Tagesstruktur, die es erlaubt, einer geregelten Arbeit nachzugehen, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern.

Die schulergänzenden Betreuungsangebote sind nicht gratis. Die Finanzierung erfolgt mehrheitlich durch einkommensabhängige Elternbeiträge und durch den Bezirk. Für die ersten drei Jahre können beim Bund pro Platz 3000 Franken beantragt werden. Doppelverdiener erwirtschaften höhere Steuererträge, was für den Bezirk zu höheren Einnahmen führt.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in den Vierteln bitte ich, die Vorlage anzunehmen, denn nur ein Ja ermöglicht in naher Zukunft Lösungen in den Vierteln. Aus familienpolitischen und volkswirtschaftlichen Aspekten lege ich ein überzeugendes Ja in die Urne. Urs Gubler, CVP (Einsiedeln)

Freihandelsabkommen mit Indonesien

Gute Beziehungen zu Partnern in aller Welt tragen massgeblich zum Erfolg der Schweiz bei. Ich bin überzeugt: Der Weg des freien Handels bringt langfristig mehr als jedes Covid-Konjunkturprogramm. Das Freihandelsabkommen mit Indonesien – über welches wir am 7. März 2021 abstimmen werden – bildet da keine Ausnahme.

Die Chance, unseren Unternehmen die Pforten zu einem der wichtigsten Wachstumsmärkte der Welt zu öffnen, sollten wir unbedingt nutzen. Ein Ja am 7. März zum Freihandelsabkommen mit Indonesien stärkt unsere Exportwirtschaft und fördert die Schaffung von Arbeitsplätzen hier wie dort. Zudem sieht das neue Abkommen mit Indonesien viele Bestimmungen in Sachen Nachhaltigkeit vor – dies zum Beispiel bei der Produktion von Palmöl. Das Abkommen lohnt sich somit nicht nur für die Wirtschaft.

Reto Keller, FDP-Kantonsrat (Trachslau)

Bezirk Schwyz: Rotenflue-Bahn

Als früherer Bezirksrat und Bezirksammann weiss ich, dass man mit öffentlichen Geldern doppelt haushälterisch umgehen muss. Wenn einer mit dem eigenen Geld Wagnisse eingeht, ist das seine Sache. Aber mit den vom Bezirksvolk anvertrauten Mitteln muss der Rat sorgfältig umgehen. Ich verstehe deshalb die Empfehlung des Bezirksrats voll und ganz, dass diese Kreditsicherungsgarantie für die Rotenfluebahn abgelehnt werden soll. Viele weitere gleiche Begehren würden sofort folgen und die Bezirkskasse überfordern und plündern.

Aber ich frage mich: Warum bürgen nicht die vielen Bahnfreunde – es sind wohl gegen hundert alleine auf den Inseraten abgebildet – selber und privat für den Rückhalt für diese Bahn? Es wird ja kein Geld fliessen – heisst es. Es besteht offenbar keinerlei Risiko. Also wäre dies doch zumutbar und die beste Lösung. Der Bezirk kann seine Finanzdisziplin aufrechterhalten. Private bürgen für diese private Bahn. Damit ist allen geholfen. Das wird sicher auch so kommen, wenn wir am 7. März Nein stimmen. Ein Nein ist hier die beste Lösung – auch für die Bahn selber.

Markus Schuler (Rothenthurm) alt Bezirksammann

Gewerkschaftsbund für dreimal Nein

Die Burka ist eine der vielen gegen die Frauen gerichteten Massnahmen in männlich dominierten islamistischen Kulturen und Ländern. Sie zwingt betroffene Frauen, sich ausser Haus quasi unsichtbar zu machen, sich aufzugeben. Eine Zumutung gerade auch für Gewerkschaften, welche sich konsequent für gleichberechtigte Geschlechter einsetzen. Allerdings ist es Tatsache, dass in der Schweiz wohl kaum 30 Frauen die Burka tragen. So gesehen berührt die von einem muslimfeindlichen Komitee angezettelte Burka-Diskussion ein Schweizer Scheinproblem. Unsere Verfassung soll aber Grundsätzliches regeln und nicht für fragwürdige Stimmungsmache, billige Symbolpolitik und unnötige Verbote missbraucht werden. Deshalb: Nein zum Verhüllungsverbot.

Wie bitte, private Firmen sollen künftig unsere Identität bestätigen? Die E-ID ist sozusagen die digitale Identitätskarte und trägt entsprechend dieselben sensiblen Daten. Die Herausgabe eines Passes oder einer E-ID ist eine hoheitliche Aufgabe, die vom Staat wahrgenommen werden muss. Sie darf nicht dem freien Markt überlassen werden. Das Potenzial zum Missbrauch dieser Personendaten ist hoch. Deshalb: Nein zum E-ID-Gesetz.

Mit einem Freihandelsabkommen könnte die Schweiz Nachteile gegenüber anderen Exportnationen eliminieren, die bereits ein Abkommen mit Indonesien haben. Es ist viertgrösstes Land der Erde, also ein wichtiger Zukunftsmarkt. Die erleichterte Einfuhr von Palmöl ist aber der umstrittene Punkt. Nachhaltiges Palmöl kann es nämlich gar nicht geben: Um Plantagen anzulegen, muss zuvor immer Urwald zerstört werden. Zudem wird auf den Plantagen viel Pestizid eingesetzt, es gibt Zwangs- und Kinderarbeit. Und ganz grundsätzlich: Globalisierung und Freihandel wie sie heute funktionieren fördern den CO2-Ausstoss, verstärken die Klimakrise und zerstören die Existenz von Kleinbauern. Deshalb: Nein zum Wirtschaftsabkommen mit Indonesien. Gewerkschaftsbund Kanton Schwyz

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