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Ja zur schulergänzenden Betreuung

Ich bin Mutter von drei kleinen Kindern, Hausfrau, Familienmanagerin, Partnerin, Heimwerkerin, Gärtnerin, beste Köchin, Pflästerliverteilerin,

Ich bin Mutter von drei kleinen Kindern, Hausfrau, Familienmanagerin, Partnerin, Heimwerkerin, Gärtnerin, beste Köchin, Pflästerliverteilerin, Trösterin, Privatchauffeur, Mutmacherin, Lernbegleiterin, Hobbysportlerin, Vorbild und Alltagsheldin für meine Familie (Liste nicht abschliessend). Ich bin aber auch Erziehungswissenschaftlerin, Berufsfrau und eine tolle Mitarbeiterin.

Mit dem Angebot einer schulergänzenden Betreuung stehen mir neue Wege und Optionen offen, wieder in die Erwerbstätigkeit einzusteigen. Das Konzept sieht eine modulare Gestaltung der Angebote vor, so dass ich es mir so zusammenstellen kann, wie es dem Bedürfnis unserer Familie entspricht. Durch das professionelle Angebot ist sichergestellt, dass wir als Familie eine verbindliche Lösung haben und unsere Kinder gut betreut sind. Als wichtigen Punkt erachte ich auch, dass das Angebot des Bezirks ein Ferienmodul anbietet. Denn auch da haben nicht alle erwerbstätigen Eltern gleich viele Ferientage wie die Schulkinder. Das Konzept ist gut durchdacht und deckt die Bedürfnisse vieler Eltern.

Nicht nur für die Eltern, sondern auch für die Kinder eröffnen sich durch schulergänzende Betreuungsangebote neue Lernfelder. Sie erweitern ihren Lebensraum und sammeln so wichtige Erfahrungen in einer Gemeinschaft ausserhalb der Familie. Es geht dabei nicht um ein Abschieben der Verantwortung, sondern um eine Ergänzung der bestehenden Strukturen. Die Kinder lernen den Umgang mit anderen Werten und Regeln. Die können nebst den Lerninhalten der Schule auch informelle Bildung geniessen. Sie lernen streiten, sich zu versöhnen, miteinander anzupacken, Ideen aushecken, gemeinsame Zeit zu verbringen und dies in einem ausserschulischen Bereich.

Sind wir mal ehrlich, geniessen wir nicht auch das Mittagessen mit unseren Arbeitskollegen? Lernen wir sie da nicht auch von einer anderen Seite kennen? Tut es uns nicht gut? Ich glaube, unseren Kindern geht es genauso. Sie geniessen es, wenn sie mit ihren Gspändli zu Mittagessen und sich über die Schule austauschen können. Drum lege ich ein überzeugtes Ja in die Urne.

Martina Meile-Moser Etzelstrasse (Einsiedeln)

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