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Erhard Jordi heisst der neue Präsident

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Die Synode der reformierten Kirche bekam hohen Besuch der Präsidentin Rita Famos, seit dem November Präsidentin der Evangelisch-reformierten

Die Synode der reformierten Kirche bekam hohen Besuch der Präsidentin

Rita Famos, seit dem November Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS), besuchte am Samstag die Schwyzer Synode in Siebnen. Dort wurde ein neuer Kirchenratspräsident gewählt.

FRIEDA SUTER

Vizepräsident Philipp Gubler begrüsste anstelle des erkrankten Präsidenten Roland Meyer die 24 Stimmberechtigten sowie Gäste in der Kirche in Siebnen zur Synode der reformierten Kantonalkirche Schwyz. Mit Freude konnte er Rita Famos vorstellen. Die neue Ratspräsidentin der EKS erwähnte kurz das schwierige Jahr für die Institution. Sie sei gewissermassen auf einen rasenden Schnellzug aufgesprungen, sagte sie rückblickend.

Den Neustart stellte Rita Famos unter den Vorsatz, die EKS auf dem Weg vom Kirchenbund zur Kirchengemeinschaft zu führen. Es gelte nun, auf allen Ebenen um eine Sprache zu ringen, die verstanden werde, um glaubwürdige Diakonie, die nahe bei den Menschen sei. Inzwischen wurden auf nationaler Ebene Ressorts mit strategischen Themen gebildet.

Rita Famos führte zudem aus, was die EKS für die Kantonalkirchen macht und welche Inputs zurückfliessen können. Für die Zukunft riet sie zum Mut, furchtlos Veränderungen einzuleiten, und zur Gelassenheit, in der Nachfolge von Jesus die Botschaft zu verkünden und Raum zu öffnen für die Menschen. «Das gibt Ausstrahlung vor Ort und auf nationaler Ebene.»

Reglement und Wahl mit Diskussion

Philipp Gubler führte speditiv durch die lange Traktandenliste und die Stimmberechtigten stimmten den meisten Anträgen einstimmig oder mit grossen Mehrheiten zu. Das änderte beim Antrag des Kirchenrats zur Entschädigungskommission. Diese hatte vor allem 2017 und 2018 getagt und anschliessend nach gemeinsamen Nennern gesucht. Auf der Ebene der Kantonalkirche soll das Entschädigungsreglement einerseits dringend wichtige Anpassungen bezüglich der Entschädigung im Kirchenrat erhalten sowie Erläuterungen und Empfehlungen für faire Entschädigungen in den Kirchgemeinden.

Zu reden gaben auch ein Antrag zur Reglementkommission und die Wahlen. Heinz Fischer, Präsident des Kirchenrats, regte an, künftig die Reglementskommissionen personell zu stärken und mit Vertretungen aus Legislative und Exekutive zu besetzen. Die Mitwirkung der Exekutive (aus Kirchgemeinden und aus dem Kirchenrat) war bisher nicht im gewünschten Mass möglich.

Fischer betonte, dass eine solche Erweiterung besser zur Situation im Kanton Schwyz mit sechs Kirchgemeinden entsprechen würde. Es folgten mehrere Wortmeldungen, die sich unter anderem für «Qualität statt Menge» einsetzten, und der Antrag, dieses Traktandum auf das nächste Jahr zu verschieben. In der Abstimmung obsiegte diese Haltung, und die Abstimmung über den Antrag des Kirchenrats entfiel.

Für die Legislaturperiode 2022 bis 2025 ist das Kirchenratspräsidium neu zu besetzen. Mit den Kandidaturen von Erhard Jordi (heute Synodaler und Kirchgemeindepräsident in Brunnen-Schwyz) und Bruno Jakob (heute Kirchenrat, Ressort Medien/Aktuariat/Öffentlichkeitsarbeit, Höfe) ergab sich eine Konkurrenzsituation. In der offenen Abstimmung entschieden sich die Synodalen klar für Erhard Jordi.

Für den frei werdenden Sitz im Kirchenrat von Regula Heinzer- Wäspi (Vizepräsidentin, Ressort Finanzen und Versicherung) kandidierte Sandro Bugmann (Synodaler der Kirchgemeinde Höfe). Bevor es zur Wahl kam, stellte Philipp Gubler den Ergänzungsantrag, diese Wahl auf den Herbst zu verschieben und damit den Kirchgemeinden aus dem inneren Kantonsteil die Chance zu geben, jemanden zu nominieren.

Gubler wies ausdrücklich darauf hin, dass dies in keiner Weise gegen Bugmann gerichtet sei, und dass er im Fall der Ablehnung des Antrags für den Höfner stimmen werde. So kam es dann: Sandro Bugmann wurde klar als neuer Kirchenrat ab dem Jahr 2022 gewählt. Informationen und Wünsche

Abgeschlossen wurde die Synode mit Informationen aus dem Kirchenrat, dessen Ressorts und dem Büro der Synode. Heinz Fischer erwähnte, dass noch zwei Visitationen im Mai anstehen.

Auf die Herbstsynode folgt dann der Gesamtbericht über alle Visitationen. Bruno Jakob informierte, dass der nächste Kirchentag am 15. Oktober 2023 in Rothenthurm stattfinden werde. Für den Rahmen der Synode und das Wohl der Teilnehmenden sorgte die Kirchgemeinde March. Mit einer Andacht hatte Ralf Zimmer auf den Anlass eingestimmt, Dekan Klaus Henning Müller sprach am Schluss das Segenswort.

Die Synode der reformierten Kantonalkirche Schwyz leitete Vizepräsident Philipp Gubler (von links): Neben ihm der neu gewählte Kirchenratspräsident Erhard Jordi, Ehrengast Rita Famos (EKS) und der aktuelle Kirchenratspräsident Heinz Fischer.

Foto: Frieda Suter

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