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Ein ganz besonderes Tenero-Lager

Ein ganz besonderes Tenero-Lager Ein ganz besonderes Tenero-Lager
Der Fussballclub Einsiedeln organisierte ein unvergessliches Fussballlager im Tessin – mit Hindernissen Zahlreiche Kinder durften eine Woche

Der Fussballclub Einsiedeln organisierte ein unvergessliches Fussballlager im Tessin – mit Hindernissen

Zahlreiche Kinder durften eine Woche im Centro Sportivo Tenero geniessen. Dabei durften sie sich über beständig-gutes Wetter freuen.

BEAT SUTER

Zufriedene Gesichter weit und breit am vergangenen Freitag um 14 Uhr im Centro Sportivo Tenero sowohl bei Leiterinnen und Leitern als auch bei den teilnehmenden Kids des FC Einsiedeln. Nach einer rundum gelungenen Lagerwoche verabschiedete man sich mit Ellbogen, Fäusten und Masken von der Lagercrew, bevor der Reisecar auf den Heimweg Richtung Gotthard startete. Dabei begann das Ganze mit einem wahren Paukenschlag.

Sonntag – Abreise

Mit dem traditionellen Appell eröffnet Cécile Winet das diesjährige Tenerolager auf dem Parkplatz des Steinelareals. Damit ist es dann aber auch schon vorbei mit Traditionen. Neues «Outfit » (Maskenpflicht im Reisecar), neue Route über Schleichwege bis vor den Gotthard (präventive Stauumfahrung), neuer Lagerleiter! Im Campo Sportivo werden die Kids nicht von Koni Kuriger begrüsst. Erich Steinauer fällt diese Ehre zu, da der eigentliche Chef bereits wieder abreisen musste – Quarantäne! Auch Peter Schnyder aus dem Küchenteam musste schweren Herzens wieder abreisen. Trotz gewichtiger Absenzen, der Start in Tenero erfolgt traditionell und erfolgreich. Dank Erich «Leiter ad interim » Steinauer und seinem flexiblen Staff werden die Kids von den Umstellungen nicht viel mitbekommen und sich trotz coronamässigen Anpassungen dem üblichen, beliebten Lagerleben widmen können.

Montag – Kaiserwetter

Viele Kids, vor allem die jüngere Garde, welche zum ersten Mal dabei ist, erleben eine kurze, kalte Nacht. Viele neue Eindrücke, ungewohnt viele Zimmernachbarn, Aufregung, gesteigerte Anforderung an die Selbstständigkeit … Die erste Nacht hat es in sich. Schon vor sechs Uhr sind die ersten Jungs auf den Beinen, spielen Fussball, machen Fangis, hören Musik.

Auf dem Kunstrasen findet die erste Trainingseinheit statt. Traumhaftes Wetter, so, wie man sich das Tessin eben vorstellt. Start der La Liga Tenero am Nachmittag. Mannschaften mit Spielern aus allen Altersklassen zusammengelost, messen sich auf dem Fussballplatz und bei Geschicklichkeitsspielen. La Liga hat sich nicht nur etabliert, sondern entwickelte sich zu einem Grundpfeiler des Tenerolagers. Neben dem Wettkampf steht die Pflege von Beziehungen unter allen Alterskategorien im Zentrum. Der positive Umgang auf dem Spielfeld wirkt sich auf das ganze Lager aus. Um 22.30 Uhr löschen die Lichter in den Zelten und die elektronischen Geräte werden im Kasten eingeschlossen. Fast ohne Murren … Dienstag – 2. Trainingstag Die gestrige «Partynacht» wiederholt sich nicht. Der Lagerrhythmus fordert bereits seinen Tribut. Am Morgen wecken die Junioren nicht die Leiterinnen und Leiter, sondern es läuft bereits wie geplant, nämlich umgekehrt. Dass es am frühen Morgen leicht geregnet hat, bekommen wohl die wenigsten mit. Der Dienstagnachmittag ist für einige Kids der Höhepunkt des Lagers. Nach der La Liga «pilgern » die jungen Fussballcracks mit den Leitern ins nahegelegene Coopcenter von Tenero. Die Ravioli danach finden trotzdem reissenden Absatz. Trotz Ausfällen spielt die Küchencrew weiterhin in der Champions League. Mittwoch – Präsidialer Besuch

Das Lagerleben pendelt sich jeden Tag besser ein, auch wenn sich mal Momente von Heimweh einschleichen. Meistens dauern diese nicht lange an. Dafür läuft einfach zu viel, sodass nicht viel Zeit übrig bleibt, um sich zu sehr mit einem schweren Herzen zu befassen. Und sonst gibt es genügend Anlaufstellen, welche mit tröstenden Worten die Stimmung aufzuhellen vermögen. Natürlich steht auf dem grünen Rasen das spielerische Element ganz im Vordergrund. Aufwärmen mit Vali von Gross bis Klein, Stafette im Tic-Tac-Toe Stil, Ball halten mit Aussenstationen oder Abschlusscompetition gegen den Torhüter.

Kleine Wettkämpfe während den Trainingseinheiten sorgen dafür, dass die Präsenz auf dem richtigen Level bleibt. Und Besuch? Gerade mal zwei Personen «verirren» sich heute ins Centro Sportivo. Corona lässt grüssen. Mit Andy Nützel erweist aber kein geringerer als der Fussballpräsident «himself» den Lagerteilnehmerinnen und -teilnehmern die Ehre. Er freut sich, dass das Lager durchgeführt werden kann und bringt den Kindern auch noch ein Geschenk in Form einer Schachtel voller Schokoküsse mit. Eine sympathische Geste!

Donnerstag – Finaltag Punkt 16 Uhr ist «La Liga» entschieden. Punkt 16 Uhr fallen auch die ersten Regentropfen. Was für ein Timing! Die Green Bulls setzen sich im Pingpongfussball mit 121:114 durch, nachdem das Duell auf dem Kunstrasen 0:0 endete. Das Ende der Liga bedeutet immer auch, dass der Abschluss des Lagers langsam aber sicher näher rückt.

Ein kurzer Rückblick

Cécile Winets Bemerkung, in diesem Jahr nur von der Sprinkleranlage der Rasenplätze «verschifft » worden zu sein, sagt alles über die Wetterverhältnisse dieser Woche aus. Sonnenschein und Wolken sorgten für Fussballwetter erster Güte.

Und die Kids? Sie zogen voll mit. Es war nicht ganz einfach, die Massnahmen der Pandemie jederzeit umzusetzen. Unsere Fussballer hielten sich aber sowohl an die bestehende Maskentragpflicht als auch an das Durchmischungsverbot mit anderen Vereinen. Als ausgesprochener Glücksfall stellte sich dabei «Feuerwehrmann» Erich Steinauer heraus.

Keine 24 Stunden blieben ihm zwischen der Übernahme des Notlagerleiters und dem Start des eigentlichen Lagers. Mit seiner kameradschaftlichen Art und seiner beruflichen Erfahrung war er der richtige Mann am richtigen Ort. Sackstark ist das Wort, welches Erichs Rolleninterpretation sowie das gesamte Lagerfazit bestens auf den Punkt bringt.

Die Teneroteilnehmerinnen und -teilnehmer genossen eine tolle Woche bei idealem Wetter. Foto: Christoph Oberholzer

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