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Das Temporegime soll überprüft werden

Da auf der Hauptstrasse zwischen Wangen und Tuggen grundsätzlich Tempo 60 gilt, auf drei kurzen Abschnitten aber Tempo 80, reichten zwei Kantonsräte

Da auf der Hauptstrasse zwischen Wangen und Tuggen grundsätzlich Tempo 60 gilt, auf drei kurzen Abschnitten aber Tempo 80, reichten zwei Kantonsräte eine Kleine Anfrage ein

IRENE LUSTENBERGER

Wer von Wangen nach Tuggen fährt, benützt die Zürcherstrasse. Grundsätzlich herrscht dort Tempo 60, auf drei kurzen Abschnitten jedoch Tempo 80. Für die Anstösser des Abschnitts Lägeten- Holeneich ist das Einlenken in die Zürcherstrasse durch das hohe Verkehrsaufkommen teils unübersichtlich und gefährlich. Aktuell beträgt die Höchstgeschwindigkeit dort 80 Stundenkilometer.

Dies veranlasste die beiden Tuggner Kantonsräte Erich Feusi (SVP) und Anton Bamert (CVP), eine Kleine Anfrage einzureichen. «Uns ist bewusst, dass eine Hauptstrasse die schnellste Verbindung von A nach B sein muss. Doch bei diesem kurzen Abschnitt bringt es nichts, von 60 km/h beim Lägetenrank auf 80 km/h zu beschleunigen bis zum Holeneich und die Geschwindigkeit dann wieder auf 60 km/h zu reduzieren», schreiben die beiden.

Deshalb wollten Feusi und Bamert wissen, ob es möglich sei, nach der geplanten Strassensanierung das Tempo zu reduzieren, ob die Einfahrten sicher und übersichtlich genug seien und ob der Individualverkehr (Fussgänger) genügend Beachtung finde, insbesondere bei der Strassenquerung der Bushaltestelle Lägeten. Mehrfach Ausbau gefordert

In seiner Antwort schreibt André Rüegsegger, Vorsteher des Baudepartementes, dass der Zürcherstrasse zwischen Wangen und Tuggen grundsätzlich Ausserortscharakter zukomme. «Einzig im Bereich der Streusiedlung Holeneich ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit heute auf 60 km/h signalisiert », führt Rüegsegger aus. Dies sei insbesondere durch die Verzweigungen Bolenberg-, Schillig- und Mühlenenstrasse sowie eine etwas dichtere Bebauung begründet.

Der Ausbau dieses Streckenabschnitts wurde bereits mit mehreren politischen Vorstössen gefordert. «Ein Strassenausbau erfolgt in der Regel nicht mehr auf dem ursprünglichen Bestand, vielmehr soll er die aktuellen Gegebenheiten und Normen berücksichtigen», erklärt der Baudirektor.

Im Amtsblatt vom 13. November 2020 wurde die öffentliche Auflage des Bauprojekts «Ausbau Kantonsstrasse, Holeneich– Lägeten, Tuggen» publiziert. Der Ausbau beinhaltet insbesondere die Verbreiterung des Fahrbahnbereiches, den Ausund Neubau von Rad- und Fussgängerverbindungen, die Aufwertung des Knotens Mühlenenstrasse mit einer neuen Bushaltestelle sowie ein vollständiger Ersatz des bestehenden Strassenkörpers auf rund 1,8 Kilometer Länge.

Mittels Grünstreifen wird eine klare Trennung zwischen der Strasse und dem Langsamverkehrsbereich geschaffen und dabei die Verkehrssicherheit für Fussgänger und Radfahrer erhöht.

Mittelschutzinsel geplant

«Die bauliche Dimensionierung des Projekts ist grundsätzlich auf eine Beibehaltung des heutigen Temporegimes ausgerichtet », so Rüegsegger. Gegen das Auflageprojekt seien diverse Einsprachen eingegangen, mit welchen teilweise auch Temporeduktionen gefordert wurden.

«Somit wird im Rahmen jener Rechtsverfahren und der dabei zu tätigenden Abklärungen auch dieser Punkt nochmals zu prüfen sein», schreibt Rüegsegger in der Antwort.

Wie der Vorsteher des Baudepartementes ausführt, sollte eine neue Strassenanlage während mindestens 15 bis 20 Jahren auch den kommenden Anforderungen gewachsen sein.

«Sollten sich aufgrund bestimmter Umstände dennoch weitere beziehungsweise neue Massnahmen aufdrängen, kann der zuständige Strassenträger solche selbstverständlich auch bereits während des erwähnten Zeitraums treffen», so André Rüegsegger.

Dies treffe auch auf allfällige Geschwindigkeitsreduktionen zu. Auf die Ein- und Ausfahrten sei im erwähnten Strassenausbauprojekt ein besonderes Augenmerk gelegt worden.

Die vorliegende Situation sei auf vielen Strassenabschnitten anzutreffen, und der Kanton sei bestrebt, diese einheitlich zu handhaben. Bei der Bushaltestelle «Egg» sei eine Fussgängerfurt geplant, das heisst, eine Mittelschutzinsel zwischen den beiden Fahrstreifen.

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