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Rothenthurm steht im Fokus des OAK-Jahres 2020

Rothenthurm steht im Fokus  des OAK-Jahres 2020 Rothenthurm steht im Fokus  des OAK-Jahres 2020
Im OAK-Geschäftsjahr manifestierte sich die regionale Wertschöpfung insbesondere auf zwei Objekte in Rothenthurm. OAK. Im Jahresbericht der

Im OAK-Geschäftsjahr manifestierte sich die regionale Wertschöpfung insbesondere auf zwei Objekte in Rothenthurm.

OAK. Im Jahresbericht der Oberallmeindkorporation Schwyz (OAK) werden zwei Ereignisse speziell hervorgehoben. Nach rund 14-monatiger Bauzeit konnten die in Holzbauweise erstellten zwei Mehrfamilienhäuser am Rössliweidweg in Rothenthurm eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Rund 660 Kubikmeter Holz, welches praktisch ausschliesslich aus den eigenen Wäldern stammt, wurde verbaut. Dafür durfte die OAK verdientermassen die Auszeichnung «Label Schweizer Holz» entgegennehmen.

Für die Holzheizzentrale des Wärmeverbundes Rothenthurm erfolgte im Frühling der Spatenstich. Bereits im November konnten die ersten Liegenschaften, die am Wärmeverbund Rothenthurm angeschlossen sind, mit wohliger Wärme aus Holz beliefert werden. Beide Projekte sind Sinnbild für das Leitbild und Strategie der OAK: «Wir fördern regionale Wertschöpfungsketten und einheimische, erneuerbare Rohstoffe!» Finanziell durchschnittlich

Der Jahresgewinn beträgt 179’000 Franken. Der erreichte Umsatz von 8,56 Millionen lag um 3,3 Prozent tiefer als budgetiert. Der Cashflow betrug 2,11 Millionen Franken (Vorjahr 1,38 Millionen). In den Bereichen Mobilien und Immobilien wurden im Jahr 2020 Nettoinvestitionen im Umfang von 5,13 Millionen Franken getätigt.

Die Waldwirtschaft war wie im Vorjahr geprägt durch überdurchschnittlich viele wind- und käferbedingte Zwangsnutzungen. Mit Ausnahme der besseren Qualitäten beim frischen Nadelrundholz bliebt der Holzmarkt weiterhin übersättigt. Die Preise stagnierten auf sehr tiefem Niveau. Entsprechend wurde noch zurückhaltender als im Vorjahr Holz geschlagen. Die verkaufte Holzmenge blieb trotz umfangreichem Holzhandel 21,6 Prozent unter dem Budget. Der Gesamterlös betrug 3,54 Millionen Franken; der erfreuliche Gewinn beläuft sich auf 197’000 Franken.

Im Alpbereich lag der Umsatz gegenüber dem Vorjahr mit 1,23 Millionen Franken um 3,9 Prozent höher als im Vorjahr. Letztlich resultierte erneut ein hoher Verlust von 113’000 Franken. Der Ertrag aus Liegenschaften/ Ländereien lag mit 3,27 Millionen Franken um 10,1 Prozent über dem budgetierten Betrag. Nach Abschreibungen in der Höhe von 1,43 Millionen Franken resultierte ein Nettoertrag von 1,06 Millionen.

Aufgrund der guten Wetterverhältnisse mussten weniger Unterhalts- und Strassenwiederherstellungsarbeiten ausgeführt werden. Der OAK verblieben im Bereich Strassen und Wuhren Restkosten in der Höhe von insgesamt 433’000 Franken. Der Nettoaufwand der Verwaltung betrug 624’000 Franken und lag damit um 28,2 Prozent tiefer als budgetiert. Diese Einsparung ist unter anderem auf die verschobene Bürgeraktion zurückzuführen.

Leistungsvereinbarung für Schutzwald Dank der Revision des kantonalen Waldgesetzes konnten mit dem Amt für Wald und Natur erstmals Leistungsvereinbarungen in den beiden Bereichen Schutzwald und Waldbewirtschaftung für die Periode 2020-2024 abgeschlossen werden. Erwartet werden damit eine höhere sachliche und finanzielle Planungssicherheit dank der fünfjährigen Laufzeit, grössere Selbstständigkeit und Eigenverantwortung sowie ein geringerer administrativer Aufwand. Neu werden die Abgeltungen (Schutzwald) und Finanzhilfen (Waldbewirtschaftung) über Flächenpauschalen abgerechnet; die entsprechenden Massnahmen wurden in Vorprojekten festgelegt.

Dinglich gewordene regionale Wertschöpfung: Die Holzheizzentrale des Wärmeverbundes Rothenthurm (links) sowie die Mehrfamilienhäuser am Rössliweidweg in Rothenthurm.

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