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Rothenthurmer Schüler helfen den Insekten

Rothenthurmer Schüler  helfen den Insekten Rothenthurmer Schüler  helfen den Insekten
Die Schülerinnen und Schüler der 5./6. Klasse von Rothenthurm haben von Januar bis April insgesamt 50 Nisthilfen für Wildbienen und andere

Die Schülerinnen und Schüler der 5./6. Klasse von Rothenthurm haben von Januar bis April insgesamt 50 Nisthilfen für Wildbienen und andere Insekten gebastelt.

Mitg. Mit dieser Aktion helfen die Rothenthurmer Schülerinnen und Schüler den bedrohten Insekten und unterstützen Landwirtinnen und Landwirte, die sich im laufenden Vernetzungsprojekt Rothenthurm für die Biodiversität und eine vernetzte Landschaft engagieren.

Die 5./6. Klassen der Lehrer Pascal Deck und Damian Henggeler haben von Januar bis April im Werkunterricht total 50 Nisthilfen für Wildbienen, Ohrwürmer und andere nützliche Insekten gebastelt. 35 Nisthilfen montieren die Rothenthurmer Landwirtinnen und Landwirte beispielsweise an Gebäuden oder Holzbeigen. 15 Nisthilfen dürfen die zwei beteiligten Klassen selbst verkaufen. Der Erlös landet zusammen mit einem Zustupf von 500 Franken aus der Kasse des Vernetzungsprojekts Rothenthurm in der Klassenkasse und wird voraussichtlich fürs nächste Klassenlager verwendet werden.

Aus der Region, für die Region Die Douglasien-Stämme stammen aus Wäldern in der Umgebung von Rothenthurm und wurden von der Schreinerei Arnold in Rothenthurm zu Bauholz verarbeitet. Danach haben es die Schülerinnen und Schüler in etwa 60 Werklektionen zu schmucken Holzhäuschen zusammengeschraubt. Die Abteile der Häuschen wurden mit ausgehöhlten Bambusröhrchen und Holzklötzchen mit Bohrlöchern für Wildbienen sowie mit selbst gesammelten Föhrenzapfen als Unterschlupf für Ohrwürmer, Spinnen und andere Nützlinge gefüllt. Das Holz ist vom Vernetzungsprojekt zur Verfügung gestellt worden.

Sinnvolle Arbeit macht Spass

Der Lehrer Damian Henggeler berichtete, dass die Schülerinnen und Schüler mit viel Begeisterung und grossem Engagement Löcher gebohrt, Bambusröhrchen herausgeputzt und die Brettchen zusammengeschraubt haben. Ein Schüler merkt an, dass ihm diese Arbeit besonders viel Spass gemacht habe, weil es eine sinnvolle und abwechslungsreiche Arbeit sei. Eine Schülerin ergänzt, «die Nisthilfen sind wichtig für die bedrohten Insekten. Wir geben ihnen ein Zuhause. Denn sie sind wichtige Bestäuber».

Engagierte Landwirte im Vernetzungsprojekt

Im Vernetzungsprojekt Rothenthurm engagieren sich derzeit 45 Landwirtinnen und Landwirte aus Rothenthurm, berichtet Präsident Josef Lüönd. Das Vernetzungsprojekt ist bereits in der dritten Vertragsperiode und läuft von 2017 bis 2024 und wird von der Firma suisseplan Ingenieure AG fachlich begleitet. Ziel des Vernetzungsprojekts ist das Anlegen von Biodiversitätsförderflächen an Stellen, wo sie der Vernetzung dienen und einen besonders hohen ökologischen Wert entfalten können. Gleichzeitig tragen die vernetzten Flächen wie extensiv genutzte Wiesen, artenreiche Hecken, Streueflächen, Hochstamm-Obstbäume und Einzelbäume zu einem abwechslungsreichen Landschaftsbild bei. Im Herbst 2020 wurden im Rahmen des Vernetzungsprojekts 55 neue Hochstamm-Obstbäume gepflanzt.

Vernetzungsprojekte

Im Rahmen des Vernetzungsprojekts Rothenthurm wurden seit 2017 bereits folgende Biodiversitätsförderflächen und Bäume neu angemeldet:

• Knapp 5 Hektare extensiv und wenig intensiv genutzte Wiesen sowie Heuwiesen im Sömmerungsgebiet

• Mehr als 10 Hektare extensiv genutzte Weiden

• Fast doppelt so viele Hecken, Feld- und Ufergehölze wie zu Beginn der Projektperiode

• Mehr als 50 Hochstamm- Obstbäume

• Gegen 150 Einzelbäume

Die Schüler der 5. und 6. Klasse aus Rothenthurm sind stolz auf die von ihnen gebastelten Nisthilfen für Insekten.

Foto: suisseplan Ingenieure AG

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