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Influenzer und Influenzerin für das Gute

Influenzer und Influenzerin für das Gute Influenzer und Influenzerin für das Gute
Firmung 2021 in Einsiedeln vom vergangenen Samstag in der Jugendkirche In zwei Feiern durften die Einsiedler Firmlinge ihren wichtigen Tag

Firmung 2021 in Einsiedeln vom vergangenen Samstag in der Jugendkirche

In zwei Feiern durften die Einsiedler Firmlinge ihren wichtigen Tag zelebrieren.

WOLFGANG EBERLE

Auch dieses Jahr fanden die Vorbereitungen zur Firmung, aber auch das Fest selbst unter den Vorzeichen von Corona statt. Der Firmweg unter dem Motto «Miteinander unterwegs» gestaltete sich zwar ähnlich wie in früheren Jahren, und trotzdem musste man die Situation immer wieder neu beurteilen und flexibel neue Lösungen suchen. So schloss eine Gruppe diesen Weg in einer fast spektakulären Riverraftingfahrt auf dem Vorderrhein ab. Die andere Gruppe orientierte sich bei ihrem gewählten Weg an unserer Region. Eine Gruppe schaffte es sogar eine Woche ins Engadin, wo neben Arbeitseinheiten und Gemeinschaftsanlässen auch der Spass nicht zu kurz kam.

Und so erlebten die Firmanden und Firmandinnen mit ihren Göttis, Gottis und Eltern am vergangenen Samstag auf zwei Feiern verteilt ein schönes und würdiges Firmfest. Die erste Firmfeier war auf 9 Uhr festgesetzt und die zweite auf 10.30 Uhr. 50 junge Menschen aus dem Bezirk Einsiedeln durften von Abt Urban und Pater Basil das Firmsakrament empfangen. In der Firmung wird der junge Mensch durch die Kraft des Heiligen Geistes gestärkt.

Pünktlich um 9 und dann auch um 10.30 Uhr zogen die Firmanden mit ihren Firmpaten und Firmpatinnen, Eltern sowie den beiden Firmspendern Abt Urban und Pater Basil und Diakon Steffen Michel und den beiden Ministranten durch den Mittelgang in die zu diesem Festtag passend geschmückte Jugendkirche. Der Einzug wurde zwar nicht mit der Jugendmusik begleitet, sondern mit einem Marsch, gespielt von Adeline Marty an der Orgel, und das zweite Mal vom «Echo vom Rappenmöösli » mit zwei Schwyzerörgeli und Kontrabass. Die Feiern waren auch begleitet von schönen Klängen der Firmandinnen Céline Fässler an der Geige und Adriana Bamert ebenfalls mit Geige und Sologesang, begleitet von ihrem Götti Andi Kälin am E-Piano.

Negativ, Positiv, Negativ

Abt Urban begrüsste die Firmandinnen und Firmanden zur Firmfeier, die sich zusammen mit dem Firmvorbereitungsteam in verschiedenen Gruppen auf den heutigen Festtag vorbereitet hatten. Im Johannesevangelium, passend zum heutigen Tag, erwähnt Jesus: «Wer Durst hat und an mich glaubt, komme zu mir und trinke!» «Stellt euch vor, ihr wäret vor zwei Jahren heimgekommen und hätten vergnügt gerufen: ‹Ich bin negativ!›, begann Abt Urban seine Predigt. «Was hätten wohl eure Familien gedacht? Was ist mit unserem Sohn oder unserer Tochter passiert? Heute seid ihr ‹positiv›, wenn ihr ‹negativ› seid!» Negativ stamme von «Negare» ab und heisse «verneinen». «Ihr seid aber hier, weil ihr euer Leben bejaht. Angefangen hat dies nach eurer Geburt, als ihr ungefragt mit Wasser getauft wurdet. Auf den heutigen Tag habt ihr euch vorbereitet und ihr sagt selbst ja zu eurer Firmung.» Abt Urban erwähnte, dass wir alle im Leben neben positiven immer auch wieder negative Gedanken hätten und dazu bräuchten wir Vorbilder oder modern ausgedrückt Influenzerinnen und Influenzer, die uns helfen, das Positive zu fördern und «Ja» zu sich selber zu sagen. «Ihr sollt Influenzer und Influenzerin für das Gute werden.» Zu Gott gehören Nach der Erneuerung des Taufgelübdes traten die Firmanden nach vorne, wo ihnen Abt Urban und Pater Basil die Firmung spendeten. Der etwas dauernde Firmakt begleitete Adeline Marty mit schönem Gesang und Instrumentalmusik. Das Handauflegen von Götti und Gotte ist ein äusseres Zeichen, dass man zu Gott gehöre. Als Erinnerung an diesen Tag wurde allen Firmandinnen und Firmanden ein Kreuz geschenkt, das aus Bosnien-Herzegowina kommt und von Domagoj Andacic vom Firmteam besorgt wurde. In den Fürbitten, vorgetragen von den Jugendlichen aber auch Paten und Patinnen, gedachte man besonders jungen Menschen in ihren Lebenssituationen, der Neugefirmten, aber auch enttäuschter und verängstigter Mitmenschen.

Zum Schluss der beiden Feiern dankte Vera Tonazzi vor allem Abt Urban und Pater Basil für das Spenden des Firmsakramentes, aber auch den Firmverantwortlichen und dem Firmteam. Auch wenn die Feste diesmal etwas bescheidener als üblich ausfielen, waren sie trotzdem nicht weniger eindrücklich und feierlich. Wegen der Corona- Schutzbestimmungen gab es keinen gemeinsamen Apéro, aber bestimmt ein schönes, unvergessliches Fest im Familienkreis.

Am vergangenen Samstag durften 50 junge Menschen mit dem Firmleiterteam und Angehörigen ihre Firmfeier zelebrieren. Fotos: Christoph Hartgens

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