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Leinen los! Volle Fahrt für die Oberiberger Firmlinge

Leinen los! Volle Fahrt für die  Oberiberger Firmlinge Leinen los! Volle Fahrt für die  Oberiberger Firmlinge
Ein ganz besonderer Freudentag war der letzte Samstag für 17 junge Christen. Dr. Martin Kopp spendete zum wiederholten Mal in Oberiberg das

Ein ganz besonderer Freudentag war der letzte Samstag für 17 junge Christen. Dr. Martin Kopp spendete zum wiederholten Mal in Oberiberg das Sakrament der Firmung.

KLEMENS LAGLER

Mit Kreuz und Fahne wurden die Firmlinge zusammen mit den Angehörigen beim neuen Schulhaus «Chilen» vom ehemaligen Generalvikar Martin Kopp und Pfarrer Josip Karas abgeholt. Unter den feierlichen Klängen eines Prozessionsmarsches durch die kleine Formation der Musikgesellschaft Oberiberg zog die ansehnliche Schar der Gläubigen in die festlich geschmückte Kirche. Das frische, von der Sonne beschienene Grün der Buchen vom Feiertag Fronleichnam her, waren eine besondere Augenweide. Ein grosses Segelboot im Altarraum, passend zum Firmthema «Leinen los» war passender Hingucker. Beim Segelschiff muss man die Leinen losbinden, damit es auf Fahrt gehen kann, die Segel richtig setzen und der Wind bringt das Schiff in Bewegung. Im Vertrauen auf den Heiligen Geist kommen wir in Bewegung und haben Mut, auf Gottes Wegen zu gehen, meinten die Firmanden. Auch bei der Lesung und dem Evangelium stand der Geist Gottes im Mittelpunkt.

Ratgeber und Tröster In seinem prägnanten Predigtwort waren nicht nur die Firmlinge angesprochen. Die Firmung ist das Siegel, das in der Taufe seinen Anfang nahm. Der heilige Geist ist Ratgeber und Tröster, wenn man nicht mehr weiter weiss. Man solle sich freuen, diesem Ratgeber zu folgen, dass die Welt gerechter und friedvoller wird. Bezugnehmend auf das Clubhüüs in Erstfeld, wo Martin Kopp zusammen mit schwierigen Jugendlichen und Flüchtlingen wohnt, könne man sehr gut spüren, was das heisst.

An der Osterkerze wurden die Taufkerzen angezündet und weil die Firmung Bestätigung der Taufe ist, wurden die Glaubensfragen von allen Befragten klar und deutlich bejaht.

Ein eindrückliches Ritual

Pfarrer Josip bat Martin Kopp, er möge nun den heiligen Geist auf die Firmlinge herabrufen und durch dieses Sakrament den Geist Gottes in ihnen wirken zu lassen und im Leben beizustehen, damit sie sich für den Glauben und die Liebe einsetzen. Der Angesprochene tat dies sehr gerne und während die Paten die rechte Hand auf die rechte Schulter der 17 Buben und Mädchen legten, sprach der Firmspender einzeln den Namen und während der Salbung mit Chrysam mit kräftiger Stimme: «Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist». Nach dem Amen des Firmlings und dem Friedensgruss sprach Martin Kopp zu jedem noch ein paar persönliche Worte. Sehr eindrücklich, das Ritual!

Um die sieben Gaben des heiligen Geistes wurde in den anschliessenden Fürbitten gebeten. Nach der Wandlung, beim gemeinsamen Vaterunser standen die Firmlinge um den Altar, um nachher das heilige Brot zu empfangen.

Die Lieder während des Gottesdienstes sangen die Firmlinge alle selber, begleitet von Yvonne Briker am E-Piano und Jann Meyer und Alois Reichmuth, Schlagzeug und Gitarre. Dadurch wurde die Feier zu einem ganz besonderen Erlebnis. Der verdiente Dank besonders an die Katechetin Claudia Meyer- Holdener und alle, die das Ihrige beigetragen haben, wurde mit langanhaltendem Applaus verdankt. Nicht nur für das Büchergestell, sondern um darin hie und da zu lesen, erhielten die Firmlinge vor dem Schlusssegen eine wertvolle Bibel.

Auch zum Auszug spielte die Musikgesellschaft ein paar rassige Melodien und mit den obligaten Erinnerungsfotos war der kirchliche Teil dieser nachhaltigen Feier zu Ende. Coronabedingt musste auf den gemeinsamen Apéro verzichtet werden.

Die Firmlilnge mit dem ehemaligen Generalvikar Martin Kopp (Mitte) und Pfarrer Josip Karas (rechts).

Die Lieder sangen die Firmlinge alle selber, begleitet von Yvonne Briker am E-Piano und Jann Meyer und Alois Reichmuth mit Schlagzeug und Gitarre.

Fotos: Katja Bruhin

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