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Verloren, aber so gut wie gerettet

FC Einsiedeln unterliegt dem FC Grenchen mit 0:3 – kann aber fast nicht mehr absteigen Es hat nicht sollen sein. Obwohl zumindest optisch

FC Einsiedeln unterliegt dem FC Grenchen mit 0:3 – kann aber fast nicht mehr absteigen

Es hat nicht sollen sein. Obwohl zumindest optisch ebenbürtig, stand am Samstagabend ein deutliches Schlussresultat auf der Anzeigetafel. Einsiedeln Null, Grenchen Drei. Doch der FCE wird trotzdem nicht absteigen.

BEAT SUTER

Nichts wurde aus dem erhofften «Schuelreisli» des FC Grenchen nach Einsiedeln. Obwohl für die Solothurner schon vor der Partie auf dem Rappenmöösli feststand, dass sie ihren Platz im oberen Drittel der Tabelle gesichert hatten, liessen sie es sich nicht nehmen, bei diesem Match mitzuspielen und ihre Abgebrühtheit vor dem Tor zur Schau zu stellen. Mit Marco D’Alto, Jan Auf der Maur, Donik Ajredini, Riccardo Gerlach, Samuel Pfyl, Kevin Egger, Lukas Espinosa und Marko Prskalo stellte der Speaker vor dem Match nicht etwa die Aufstellung vor, sondern bedankte sich bei jenen Spielern, welche für den FCE ihr letztes Heimspiel bestritten und den Verein Ende Saison verlassen werden. Eine lange Liste.

Erste 15 Minuten für die Hausherren Ausser den abwesenden Prskalo und Auf der Maur reichte es allen mindestens zu einem Teileinsatz. Nach den beiden Niederlagen in Adliswil und Rotkreuz war deutlich spürbar, dass sich die Jungs von Trainer Manfred Auf der Maur mit einem anständigen Auftritt vom heimischen Publikum verabschieden wollten.

So gehörte die Startviertelstunde doch eher den Hausherren. Als eigentlicher Spielverderber stellte sich dann aber Grenchens Captain Samuel Zayas heraus. Auf der rechten Seite offsideverdächtig freigespielt, liess er Torhüter Räber keine Chance und versenkte die Kugel in der linken oberen Ecke. «Copy/Paste » in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Pass auf Zayas, der wiederum auf halbrechter Position auf seine Chance lauerte, ein satter Schuss in die linke obere Torecke. Pausenpfiff. Ein bemühter aber über weite Strecken zu harmloser FCE musste mit einer 0:2 Hypothek die Platzhälfte wechseln.

Manfred Auf der Maur wollte aber nicht einfach klein beigeben. Nach 58 Minuten brachte er Samuel Pfyl für Marco D’Alto. Die Zeichen wurden somit früh auf Offensive gestellt. Raphael Petrig verteidigte fortan alleine in der Mitte. Doch bevor sich der Systemwechsel einigermassen einpendeln konnte, stand es 0:3. Dakaj verwertete Nussbaumers feine Vorarbeit zur definitiven Entscheidung.

Und es hätte noch schlimmer kommen können, wenn ein Grenchner vor dem leeren Tor nicht neben dem Ball vorbeigeschlagen hätte. Rotschwarz erholte sich, weitere Wechsel folgten, das Spiel plätscherte vor sich hin, bis Oliver Borner in der 88. Minuten den Zuschauern und Akteuren auf dem Platz nochmals Leben einhauchte. Quer in der Luft hämmerte er den Ball akrobatisch in die Maschen. Ein Treffer der Marke Sonderklasse! Wie hätte man das ihm, wie hätte man das dem Trainer, dem Staff, der ganzen Mannschaft gegönnt. Nicht so der Schiedsrichterassistent. Der herrliche Treffer fiel dem harten Offsideentscheid des Linienrichters zum Opfer.

Schützenhilfe des FC Lachen

Es hat tatsächlich nicht sein sollen. Dafür hat die Konkurrenz für den FCE gespielt. Zumindest der FC Lachen/Altendorf fertigte den FC Ägeri gleich mit 7:4 ab. Ägeri steigt somit definitiv in die 2. Liga regional ab. Theoretische Chancen für den Klassenerhalt hat allerdings weiterhin der FC Adliswil, der vor der letzten Runde drei Punkte hinter den Klosterdörflern liegt, allerdings mehr Strafpunkte aufweist. Falls sich der FCE in Sachen Strafen nichts mehr zu Schulden kommen lässt, wird er auch in der nächsten Saison überregional spielen.

Matchtelegramm

11. Runde: FC Einsiedeln – FC Grenchen 0:3 (0:2) Sportplatz Rappenmöösli – 200 Zuschauer Tore: 16. Zayas 0:1, 46. Zayas 0:2, 62. Dakaj 0:3

FC Einsiedeln: Dennis Räber, Fabian Langhart (80. Armin Pfyl), Marco D’Alto (58. Samuel Pfyl), Raphael Petrig, Tim Bertschinger, Lukas Espinosa de la Cruz (68. Oliver Borner), Riccardo Gerlach (74. Lukas Stäuble), Kevin Egger, Juan Walker, Donik Ajredini (80. Léonce Birchler), Michael Nützel

Ohne Einsatz: Lars Streichhardt, Bemerkungen: Letztes Heimspiel für Marco D’Alto, Jan Auf der Maur (abwesend), Donik Ajredini, Riccardo Gerlach, Samuel Pfyl, Kevin Egger, Lukas Espinosa und Marko Prskalo

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