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Grosser Senioren waren von Irland begeistert

Grosser Senioren waren  von Irland begeistert Grosser Senioren waren  von Irland begeistert
Am letzten Montag trafen sich 20 Senioren und Seniorinnen zum gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Seeblick. Das Treffen wurde mit einem interessanten

Am letzten Montag trafen sich 20 Senioren und Seniorinnen zum gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Seeblick. Das Treffen wurde mit einem interessanten Vortrag über Irland von Marei Kälin aus Egg ergänzt.

akä. Nach einem anderthalbjährigen, coronabedingten Unterbruch konnte in Gross wieder zum Senioren-Mittagstisch geladen werden. Nach dem feinen Mittagessen ergriff die langjährige Hebamme, Marie Kälin (Marei) aus Egg, das Wort und erzählte über Irland, wo ihre Tochter mit ihrer Familie wohnt. In einem amüsanten Vortrag schilderte sie, wie man in Irland lebt und was sie bei den vielen Besuchen dort angetroffen hat.

Seit 25 Jahren in Irland Ihre Tochter Martha bildete sich zur Lehrerin aus und reiste dann nach Irland, um die englische Sprache zu verbessern. In der Nähe von Dublin fand sie eine Stelle, kehrte dann aber bald wieder zurück in die Schweiz. Doch der Drang nach dem schönen Irland liess sie nicht los und sie zog wieder dorthin. Sie lernte dort einen Bauern kennen, heiratete ihn und lebt nun schon seit 25 Jahren in Irland. Bei den Iren ist es Brauch, dass die Hochzeit am Geburtsort der Braut stattfindet, und so fand diese nicht in Irland, sondern in Egg statt. Den glücklichen Eltern entsprossen drei fröhliche Mädchen.

Das karge Leben

Sei dem EU-Beitritt gehe es Irland zwar bedeutend besser, aber das Leben sei immer noch recht karg. Das Land ist dünn besiedelt, der Wohnkomfort dürftig, und es weht fast immer der Wind. Die Temperaturen sind ausgeglichen und meist kühl. Von der Landwirtschaft alleine können nur die Wenigsten leben. Darum arbeitet Marthas Mann nebenbei in einer Getreidemühle. Da Martha die irische Landessprache «gälisch» nicht beherrscht, kann sie nicht als Lehrerin arbeiten. Sie hat aber in ihrem Haus eine Stelle als Tagesmutter geschaffen. So betreut sie für Entgelt regelmässig fremde Kinder. Ihr altes Wohnhaus war nur schlecht heizbar, es konnte dann aber später durch einen Neubau ersetzt werden.

Golfspielen ist Hausfrauensport

In Irland erfreut man sich auch an Spiel und Sport. Bei Festen kleidet man sich mit extra schönen Kleidern. Beliebt sind etwa Pferderennen, wobei gewettet werden kann. Die Fussballfelder werden aber nicht besonders gepflegt. Golfspielen ist besonders bei den Hausfrauen beliebt, auch wenn zu den Sportplätzen oft lange Anfahrten nötig sind. Das flache Land sei auch ideal zum Velofahren, mit Rückenwind gehe es sehr leicht, aber mit dem ewigen Gegenwind sei es dann weniger gemütlich!

Die Ortsleiterin der Pro Senectute, Alice Kälin, dankte der lebhaften Erzählerin mit einem kleinen Geschenk und beendete somit den gelungenen Senioren- Anlass.

Die Erzählerin Marie Kälin begeisterte die Zuhörer und Zuhörerinnen mit ihren Erzählungen über Irland.

Foto: Alfred Kälin

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