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Momentan alles auf der Kippe

Momentan alles auf der Kippe Momentan alles auf der Kippe
Perspektivlosigkeit dominierte die ausserordentliche Generalversammlung des Vereins OK IBR Einsiedeln Ob aktuelle Durchführung eines würdigen

Perspektivlosigkeit dominierte die ausserordentliche Generalversammlung des Vereins OK IBR Einsiedeln

Ob aktuelle Durchführung eines würdigen 25-Jahr-Jubiläumsrennens, notabene mit Bikemarathon-Schweizermeisterschaft, oder generell die Zukunft des Vereins Iron Bike Race Einsiedeln – es steht alles in den Sternen.

MARLIES MATHIS

Auch wenn die Freude gross war, die Iron-Bike-Race-Familie wieder einmal live vor Ort zu treffen, was auch die erfreuliche Anzahl von über 40 Anwesenden bekräftigte, so kam doch während der Sitzung mit Ausnahme einiger positiver Meldungen bezüglich Sponsoring sozusagen nie eine optimistische Stimmung auf. Obwohl der sonst typische Humor und der eine IBR-Versammlung ausmachende motivierende Spirit der engagierten Mitglieder glücklicherweise manchmal aufblitzten, so dominierte doch Perspektivlosigkeit, ja beim einen und anderen gar Frust.

Es macht nicht viel Spass

Nicht verwunderlich, ist doch noch alles offen, was das 25. Iron Bike Race am Wochenende vom 25. und 26. September 2021 betrifft. Dies ist der Corona-Situation geschuldet, können doch die Vorbereitungen zurzeit nur nach dem heutigen Stand der Bedingungen getroffen werden. Und die sind tatsächlich nicht eines Bikerennens, geschweige denn eines Jubiläumsfests würdig. Weder ein Start noch ein Zieleinlauf vor dem Kloster, eine Festwirtschaft, Verpflegung unterwegs oder eine angemessene Rangverkündigung sind möglich, da das 25. Iron Bike Race vom Kanton unter den Grossanlässen eingestuft wird. «Es macht nicht viel Spass, so ein Rennen zu organisieren», fasste der sonst so engagierte, aufgestellte und langjährige OK-Präsident Thomas Uhr etwas entmutigt die momentane Lage zusammen.

Vorbereitungen würden laufen

Doch gerade dem Vorstand des Vereins und speziell dem Präsidenten darf an dieser Stelle ein besonderes Kränzchen für deren Einsatz gewunden werden. Es wurden und werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um diese Jubiläumsveranstaltung zu einem würdigen Radsport-Anlass werden zu lassen.

An erster Stelle steht dabei das Ziel, den bereits zahlreich angemeldeten Teilnehmern ein unter diesen Umständen optimal organisiertes Rennen zu bieten. Dazu gehört auch, dass wenn möglich alle vier Distanzen angeboten werden. Ausserdem soll die ursprünglich letztes Jahr geplante erstmalige Durchführung der E-Bike-Kategorie stattfinden. Ebenso sind dem OK Iron Bike Race wiederum die Bikemarathon- Schweizermeisterschaften zugesprochen worden, welche bereits letztes Jahr dem Jubiläum das Krönchen aufgesetzt hätten, wäre da nicht Corona gewesen.

Einen Lichtblick gibt es erfreulicherweise, was das diesjährige Sponsoring betrifft, nachdem doch die grossen und langjährigen Sponsoren ausgestiegen sind. So übernimmt Raiffeisen Einsiedeln, welche bis jetzt die Bergpreise gesponsert hat, die Finanzierung des Kids Race, während die Getränkemarke «Focus Water» für die Bergpreise aufkommt. Ebenso engagiert sich die Krankenkasse Swica finanziell, abhängig von der Teilnehmerzahl. Der Tenor unter den Anwesenden war denn auch klar: «Wir wollen das Rennen den Bikern zuliebe durchführen, trotz aller Widrigkeiten.» Es fehlen weitere Optionen Zweiter Schwerpunkt an dieser ausserordentlichen GV war die Zukunft des Vereins, respektive der weiteren Durchführungen des grössten Zentralschweizer Bikerennens, und auch diese zahlreichen Voten stimmten nicht positiver. So hat sich auch nach mehr als zweijähriger Suche noch niemand gefunden, der den Verein Iron Bike Race Einsiedeln weiterführen möchte. Dies ist nicht verwunderlich, nimmt doch nebst der zeitlichen Beanspruchung die Verantwortung des Präsidenten immer mehr zu, und es kann von Glück gesprochen werden, dass bis jetzt die gravierenderen Unfälle schliesslich noch gut ausgegangen sind. Ausserdem treten etliche langjährige OK-Mitglieder, die zum Teil seit der Gründung aktiv dabei sind, nach der 25. Durchführung zurück. Es haben sich zwar einige Agenturen und Interessenten für die Übernahme des Anlasses gemeldet, sich aber allesamt wieder zurückgezogen, nachdem sie sich näher mit der gesamten Organisation und deren Ausmasse, sprich Grösse, Verwurzelung, Landeigentümer, Wegrechte, Bestimmungen und so weiter auseinandergesetzt hatten. An den Helfern würde es sicher nicht scheitern, identifizieren sich doch diese mit dem beliebten Einsiedler Anlass und unterstützen die einheimischen Vereine diesen solidarisch.

Wenn auch zahlreiche Wortmeldungen dazu fielen und Ideen, beispielsweise einer Splittung des Präsidentenamts, vorgeschlagen wurden, so kam man doch am Ende auf keinen grünen Zweig.

Zum Thema Zukunft Iron Bike Race gab es denn wie zur kommenden Durchführung des Bikerennens nur Mutmassungen, und in diesem Zustand schloss Thomas Uhr nach etlichen Wortmeldungen die Sitzung. Dass die Diskussionen aber beim anschliessenden feinen Nachtessen aus der Küche des Hotels Drei Könige weitergingen, versteht sich wohl von selbst, aber auch diese führten zu keinem neuen Resultat, leider.

Wohin des Weges, Iron Bike Race Einsiedeln? Foto: Archiv EA

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