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Laucherenbahn ist gerettet

Laucherenbahn ist  gerettet Laucherenbahn ist  gerettet
Aufatmen im Hoch-Ybrig: Die Wirren um die Konzession sind beigelegt, jetzt haben alle Grundeigentümer zugestimmt. Bereits ab Ende dieses Monats

Aufatmen im Hoch-Ybrig: Die Wirren um die Konzession sind beigelegt, jetzt haben alle Grundeigentümer zugestimmt. Bereits ab Ende dieses Monats ist die Sesselbahn Laucheren wieder in Betrieb.

PATRIZIA BAUMGARTNER

«Die Sesselbahn Laucheren nimmt den Betrieb am 31. Juli auf», steht ganz unscheinbar auf der Webseite des Hoch-Ybrigs. Was heisst das? Ist der Zubringer ins Ski- und Wandergebiet von Oberiberg her gerettet? Genau das bedeutet es, bestätigt Urs Keller von der Hoch-Ybrig Geschäftsleitung. «Wir haben alle Unterschriften der betroffenen Grundeigentümer», sagt er. Das heisst, der Weiterbetrieb des Sessellifts Laucheren ist für die Zukunft gesichert. Die neue Konzession gilt sogar bis ins Jahr 2059.

Zahlungen sind höher

Wir erinnern uns: Die Konzession der Laucherenbahn läuft in diesem Jahr aus, lange wurde nach einer Lösung gesucht. Zwar hatte das Bundesamt für Verkehr die Konzessionsbewilligung bereits 2019 erteilt, mit einem privaten Landeigentümer aus Oberiberg fielen die Verhandlungen jedoch längere Zeit auf wenig fruchtbaren Boden.

«Unser Ziel ist, dass alle Parteien im Verhältnis gleich entschädigt werden», erklärt Keller. Endlich hat man sich gefunden. Vorher zogen die Verhandlungen weite Kreise, sogar der Schwyzer Regierungsrat war mit Volkswirtschaftsdirektor Andreas Barraud involviert. «Wir wollen, dass alle pro Laufmeter Seilbahn und pro Quadratmeter Pistenfläche gleich viel erhalten.» Dazu liess das Hoch-Ybrig auch vom Schweizer Bauernverband eine Schätzung anfertigen, wie hoch die Entschädigung für die jeweiligen Parzellen sein müsste. «Wir zahlen 2,5-mal so viel, wie wir vom Bauernverband aus müssten», betont der Geschäftsführer. Für den gesamten Sessellift Laucheren und die Pisten belaufen sich die Pachtzinsen und Durchleitungsrechte jährlich auf einen tiefen fünfstelligen Betrag. «Für sämtliche Bahnen, den Parkplatz Laucheren, Beschneiungsanlagen und sonstige Werkleitungen und so weiter bezahlen wir jedes Jahr sogar knapp 300’000 Franken an Pachtzinsen und Durchleitungsrechten in Form von sogenannten Dienstbarkeitsverträgen.» Rund 70 Prozent der Gesamtfläche des Hoch-Ybrigs sind im Eigentum von Korporationen und Privatpersonen.

Die Erleichterung ist gross

Jetzt ist es also definitiv: Der Lebensnerv des Hoch-Ybrigs in Oberiberg ist gerettet. Damit ist auch die Anbindung der Ibergeregg und Mythenregion weiter gesichert.

Das Hoch-Ybrig hat seit 3. Juli Sommerbetrieb. Wie erwähnt nimmt der Laucheren-Sessel dann Ende des Monats ebenfalls Fahrt auf. Zuerst müssen noch einige Unterhalts- und Revisionsarbeiten ausgeführt und die geeigneten Mitarbeiter rekrutiert werden. Dies hatte man im Voraus noch abgewartet, weil ernsthaft befürchtet werden musste, dass die Sesselbahn im kommenden Winter nicht in Betrieb sein würde. Bis zum Ende der neuen Konzession werde die heutige Bahn jedoch kaum laufen, sagt Keller zum Schluss: «Etwa um 2035 soll es in der Laucheren eine neue Anlage geben », lässt er sich in die Karten blicken. Dies ist jedoch Zukunftsmusik. Vorerst überwiegt die Erleichterung, dass der Zubringer- Betrieb von Oberiberg her weiterhin möglich ist.

Der Weiterbetrieb der Laucherenbahn ist gesichert. Alle betroffenen Landeigentümer haben der neuen Konzession zugestimmt. Ansonsten wäre Oberiberg ganz vom Hoch-Ybrig abgeschnitten worden. Foto: pp.

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