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Christian Schuler im Hunderterklub

Christian Schuler im Hunderterklub Christian Schuler im Hunderterklub
Christian Schuler, seit Jahren Leistungsträger im Innerschweizer Schwingerverband, gewann am Schwyzer Kantonalfest den 100. Kranz seiner beeindruckenden

Christian Schuler, seit Jahren Leistungsträger im Innerschweizer Schwingerverband, gewann am Schwyzer Kantonalfest den 100. Kranz seiner beeindruckenden Karriere.

WERNER SCHÖNBÄCHLER

Christian Schuler hat es geschafft: Als 30. Schwinger in der 121-jährigen Geschichte des Eidgenössischen Schwingerverbandes realisierte der 33-jährige Rothenthurmer sagenhafte 100 Kränze. 17 Jahre nach seinem ersten «Kopfschmuck» wurde ein Traumziel des fünffachen «Eidgenossen» Tatsache. Der Marketingfachmann hat damit seiner aussergewöhnlichen Laufbahn einen weiteren Höhepunkt hinzugefügt.

Seit Sonntag, 12.04 Uhr, als er seinen Widersacher Pirmin Suter im vierten Gang auf den Rücken beförderte, gehört Christian Schuler zum exklusiven «Hunderterklub ». Angeführt wird dieser von Arnold Forrer (147 Kränze), vor Hans-Peter Pellet (136), Markus Thomi (132), Christian Stucki (130), Bruno Gisler (127), Karl Meli (124) und seinem Klubkollegen Martin Grab (123). Mit Adrian Laimbacher (105) und Eugen Hasler (101) schafften diese Hürde noch zwei weitere Schwyzer.

«Dieser Kranzgewinn im Beisein meiner Familie hat mich ganz besonders gefreut. Ich hatte ein gutes Gefühl.» Dabei ist ihm an diesem Tag alles aufgegangen.

Mit 16 Jahren gewann Christian Schuler beim Schwyzer Kantonalen in Pfäffikon seinen ersten Kranz. 42 «Schlaufen» an Kantonalfesten, 21 an Verbandsanlässen, 32 an Bergklassikern und 5 an Eidgenössischen folgten. Zu seinem ersten Kranzfestsieg 2009 auf dem Stoos kamen fünfzehn weitere hinzu. 2007, am Eidgenössischen in Aarau, war er einer der jüngsten Kranzgewinner. Während 17 Jahren reihte der zuverlässige Sennenschwinger Kranzgewinn an Kranzgewinn. Doch musste er auch Tiefschläge hinnehmen. So verlor er 2011 am Unspunnen- Schwinget den Schlussgang gegen Daniel Bösch. Auch von Verletzungen blieb er nicht verschont. Er erlitt zweimal einen Kreuzbandriss. Weitere kleinere Blessuren kamen hinzu. Mit eisernem Willen schaffte er jeweils wieder die Rückkehr ins Sägemehl. Auch das ist ein Mosaiksteinchen eines Sportlerlebens.

Daneben weist Schulers Palmarès 40 Siege an Nichtkranzfesten auf. Zumindest bis zum nächsten «Eidgenössischen» 2023 in Pratteln dürfte er – vorausgesetzt, die Verletzungshexe lässt von ihm ab – weiterschwingen. Wer den willensstarken Athleten kennt, der weiss, dass er noch Ziele hat. Dafür wird in den Trainings und im Wettkampf alles gegeben.

Christian Schuler mit seinem «Goldkranz» und seinen beiden Kindern Alessia und Dario. Foto: W.S.

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