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Erneut Starkregen mit Hochwasser

Erneut Starkregen mit Hochwasser Erneut Starkregen mit Hochwasser
Die Alp schwoll innerhalb einer Stunde zu einem reissenden Strom an und trat über die Ufer Auch gestern sorgte ein Gewitter über Einsiedeln

Die Alp schwoll innerhalb einer Stunde zu einem reissenden Strom an und trat über die Ufer

Auch gestern sorgte ein Gewitter über Einsiedeln mit Starkregen für Überflutungen. Unter anderem musste die Kantonsstrasse nach Biberbrugg gesperrt werden, da die Alp über die Ufer getreten war.

WOLFGANG HOLZ

Wie ein braunes Monster schäumte, spritzte und tobte die Alp gestern Nachmittag gegen 16 Uhr plötzlich mitten durchs Klosterdorf und drohte sogar, über die Betonmauern rechts und links zu schwappen. Kaum eine Stunde war vergangen, nachdem ein erneutes Gewitter mit Starkregen über Einsiedeln und dem Alpthal niedergegangen war. Die Sirenen der Einsatzkräfte ertönten fast ununterbrochen.

«Da die Böden vom Gewitter am Sonntag noch völlig durchnässt sind und kein Wasser mehr aufnehmen können, ist die Alp infolge des erneuten Starkregens mit teils rund 70 Millimetern pro Quadratmeter stark angeschwollen », berichtet Einsiedelns Feuerwehrkommandant Marcel Zehnder. Er selbst weilte gar nicht vor Ort, sondern leistete in Zürich bei der Berufsfeuerwehr seinen Dienst. Für einmal im Trockenen.

Kantonsstrasse gesperrt

Wie die Kantonspolizei Schwyz mitteilte, sorgte am Montagnachmittag ein heftiges Gewitter mit Hagel und Starkregen für Überflutungen. In der Zeit von 15.15 bis 17 Uhr gingen bei der Kantonspolizei erneut über 200 Notrufe ein. «Diese betrafen vor allem überflutete und verschüttete Strassen, Wassereinbrüche in Gebäuden, kleine Erdrutsche und umgestürzte Bäume», sagt Florian Grossmann, Kommunikationschef der Kantonspolizei.

Aufgrund des Starkregen- Hochwassers musste die Kantonsstrasse zwischen Biberbrugg und Einsiedeln gesperrt werden, ebenso die Satteleggstrasse zwischen Vorderthal und Willerzell. Vorsorglich sicherte die Feuerwehr die gefährdeten Stellen entlang der Alp – die Massnahme galt vor allen den vielen schaulustigen Personen.

Die Züge der SOB konnten dagegen weiterhin normal verkehren, «weil das Bahntrassee an der Alp höher liegt als die Strasse », erklärt Feuerwehrkommandant Zehnder. In Einsiedeln und March standen mehr als 15 Feuerwehren und Unterhaltsdienste im Einsatz. Meldungen über verletzte Personen gibt es keine.

Erdrutsche zwischen Trachslau und Alpthal «Vom gestrigen Hochwasser waren dieses Mal auch Trachslau und Alpthal stark betroffen », gibt Zehnder Auskunft. Dort sei es zu Erdrutschen und demzufolge zu Strassensperrungen gekommen. Insgesamt seien bei der Feuerwehr rund 30 Schadensmeldungen eingegangen. Vom Hochwasser der partiell über die Ufer getretenen Alp betroffen war auch die Landi. «Die Tiefgarage der Landi steht eineinhalb Meter unter Wasser», so der Einsiedler Feuerwehrkommandant.

Ende der Berichterstattung: Montag, 26. Juli, 17.50 Uhr.

Mit irrwitzigem Tempo schäumte die Alp wie eine Dreckschleuder durchs Dorf. Foto: Wolfgang Holz

Ein Wasser-Höchststand wurde im Rabennest gemessen. Foto: zvg

Auch in der Rüti verbreiterte die Alp ihr Bachbett massiv. Foto: zvg

Kurz danach wurde die Strasse Biberbrugg–Einsiedeln gesperrt. Foto: zvg

In Willerzell trat der Rickentalbach (fast) über die Ufer (Stand 17 Uhr). Foto: G. Graber

Vorplatz und Untergeschoss der Landi waren unter Wasser. Foto: EA

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