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Laucherenbahn wirklich gerettet?

«Lauchernbahn ist gerettet», Einsiedler Anzeiger 55/21 Laut einem kürzlich erschienenen Zeitungsartikel ist die Laucherenbahn gerettet.

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«Lauchernbahn ist gerettet», Einsiedler Anzeiger 55/21

Laut einem kürzlich erschienenen Zeitungsartikel ist die Laucherenbahn gerettet. Aber trotz grosser Bemühungen vieler läuft die Bahn erst Ende Juli 2021 wieder, obwohl die bestehenden Verträge erst im Herbst 2021 auslaufen werden. Als betroffene Grundeigentümer erstaunt uns das Vorgehen der Hoch Ybrig AG (HYAG).

Die Geschäftsleitung der HYAG unterbreitete den Grundeigentümern Ende 2019 einen neuen Vertragsentwurf, mit der gleichzeitigen, relativ ultimativen Bitte, diesen zu unterzeichnen. Als mehrere der Betroffenen Verhandlungen forderten, wurde die Gemeinde Oberiberg als Vermittlerin der HYAG beauftragt. An mehreren Sitzungen wurde über die Verträge diskutiert. Die wichtigste Vertragspartei, nämlich die HYAG selbst, fehlte jedes Mal, was den sich ernsthaft bemühenden Grundeigentümern und der Gemeinde Oberiberg gegenüber ein Affront war. Als dann, trotz grosser Bemühungen der Gemeindevertreter, im Frühling 2021 die Vertragsverhandlungen nicht vorankamen, wurde die Leitung seitens der Familie Keller an zwei Verwaltungsräte delegiert. Diese konnten dann, nach nicht einfachen Besprechungen, massgeblich zu einer vernünftigen Lösung beitragen.

Im erwähnten Zeitungsartikel wird davon gesprochen, dass die Landeigentümer jetzt zweieinhalbmal mehr Entschädigung erhalten würden als vom Schweizer Bauernverband vorgeschlagen. Doch weder dieser noch Seilbahnen Schweiz haben verbindliche Richtlinien für die Abgeltung solcher Nutzungsrechte von touristisch genutzten Anlagen erlassen.

Nach langen Verhandlungen bekommen jetzt die Grundeigentümer gegenüber den alten Verträgen ungefähr die gleichen Entschädigungen, trotz grosszügig erweiterter Nutzungen wie zusätzlicher Schlittelpiste, kuppelbarer Vierer-Sesselbahn und wesentlich erhöhter Besucherfrequenz. Es ging bei diesen Verhandlungen nicht nur um die Frage der Entschädigung, sondern vielmehr um Wertschätzung und Respekt seitens der HYAG den Grundeigentümern gegenüber.

Die Grundeigentümer haben jetzt zum Wohle der Gemeinde Oberiberg und deren Gast- sowie Tourismusbetrieben zu einer Lösung beigetragen. Wie und ob sich die Region weiterentwickeln kann, liegt jetzt in anderen Händen. Wir erhoffen uns, dass die Geschäftsleitung der HYAG erkennt, dass uns nur «ein Zusammen » weiterbringt, nach dem Motto: «Geht’s dem andern gut, geht es auch uns gut.» Nun wünschten wir uns, dass die Laucherenbahn möglichst oft in Betrieb ist, damit die Kleinbetriebe weiterbestehen und die Gäste und Bevölkerung sich daran erfreuen können.

André Marty-Müller Annamarie Holdener Fredi Dettling-Steiner

Es ist ein Erfahrungsbericht zum Umgang der Behörden mit Covid- 19 auf der Basis unseres Ferienaufenthalts in Rhodos vom 16. bis 25. Juli 2021.

Vor der Einreise mussten wir ein PLF-Formular für Griechenland ausfüllen. Das haben wir rund zwei Wochen vorher erledigt. Am Anreisetag erhielten wir das Bestätigungsformular mit dem QR-Code. Kontrolliert wurde bei der Einreise allerdings lediglich, ob wir das Bestätigungsformular auf dem Handy vorweisen können. Das wars. Ob und wie weit damit die Einschleppung des Virus verhindert wird, bleibt uns unklar.

Für die Ausreise beziehungsweise Einreise in die Schweiz hatten wir die schriftliche Instruktion des Reisebüros, dass für zweimal Geimpfte die Registrierung entfällt. Die Vorweisung des (zwischenzeitlich EU anerkannten) Zertifikats genüge. Am Check-in-Schalter in Rhodos wurden wir dann aber angewiesen, das Swiss PLF auszufüllen, was bei einigen Heimreisenden zu Verwirrung und Problemen führte. Nach einigen Versuchen und mit gegenseitiger Hilfe gelang dies schliesslich und wir konnten die Heimreise pünktlich antreten. So weit so gut.

Im Flugzeug wurden wir mehrfach darauf hingewiesen, dass wir das Swiss PLF bei der Einreisekontrolle vorweisen müssen. Das Kabinenpersonal hielt dazu extra ausgedruckte Formulare bereit. Wir hatten es ja bereits elektronisch und hofften auf eine reibungslose Einreisekontrolle. Auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass dies sicherheitshalber geschehe und in erster Linie Transferpersonen betreffe.

In Zürich-Flughafen angekommen wurden wir mit dem Bus direkt zur Gepäckausgabe gebracht. Mit den Koffern begaben wir uns zum Ausgang. Kontrolliert wurde niemand (mit Ausnahme der Stichprobenkontrollen zum Gepäck). Wofür dieses Swiss PLF somit dient, wissen wir bis heute nicht.

Fazit: Alle Ungeimpften können mit einem PCR-Test in Griechenland einreisen, sich dort beliebig mit dem Virus anstecken und ohne Kontrolle wieder in die Schweiz einreisen. Allfällig steigende Ansteckungszahlen verwundern somit nicht. Hier wäre für die Behörden noch etwas mehr Denkarbeit gefragt. Richard Kälin Waldeggstrasse (Freienbach)

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