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Christian Schuler siegt in Fribourg

Christian Schuler siegt in Fribourg Christian Schuler siegt in Fribourg
Bruder Philipp Schuler holte Kranz am Ob- und Nidwaldner Kantonalen in Giswil Was für ein Wochenende für die beiden Schuler-Brüder: Christian

Bruder Philipp Schuler holte Kranz am Ob- und Nidwaldner Kantonalen in Giswil

Was für ein Wochenende für die beiden Schuler-Brüder: Christian Schuler siegte in Freiburg. Philipp Schuler konnte sich den Kranz aufs Haupt setzen lassen beim Kantonalschwingfest in Ob- und Nidwalden.

WERNER SCHÖNBÄCHLER

Mit dem «Ob- und Nidwaldner» wurde die Serie der Kantonalfeste in der Innerschweiz fortgesetzt. Dabei mussten die 1000 zugelassenen Zuschauer mit Covid-Zertifikat gleich zum Auftakt einen argen Dämpfer hinnehmen.

Marcel Bieri zog sich im Duell gegen Benji von Ah eine Verletzung am linken Knie zu und musste Forfait geben. In den ersten drei Gängen lief es Sven Schurtenberger und Benji von Ah wie am Schnürchen. Zusammen mit dem Nichtkranzer Ueli Dopmann hatten sie von den 187 Schwingern, wovon 8 Eidgenossen, als einzige eine reine Weste. Nach dem nächsten Durchgang führte Sven Schurtenberger mit vierzig Punkten und stand dabei schon mit einem Bein im Schlussgang. Mit einem weiteren Zehner wuchs sein Vorsprung derart an, dass ausgeschwungen werden musste. Als Höchster nach sechs Gängen kristallisierte sich Benji von Ah heraus.

Unheimliche Wucht

Sven Schurtenberger war wie am Urner Kantonalen nicht aufzuhalten. Seiner wuchtigen Schwingweise vermochte keiner der ihm zugeteilten Konkurrenten nur annähernd die Stirne zu bieten. Mit seiner unbändigen Kraft gab er mit Kreuzgriff Mike Müllestein und Beat Kennel das Nachsehen. Auch mit Stefan Arnold und Benji von Ah, den er mit Kurz-Fussstich erwischte, hielt er sich nicht lange auf.

Lokalmatador Benji von Ah zeigte sich nach eher mässigen Leistungen diese Saison vor eigenem Publikum von seiner allerbesten Seite. Vor dem Ausstich hatte er sich in eine ausgezeichnete Position manövriert und besann sich gegen Reto Fankhauser und Michael Zurfluh seiner grossen schwingerischen Qualitäten.

Von den total 32 abgegebenen Kränzen holten sich die Ob- und Nidwaldner mit 10, gefolgt von den Luzernern (9), Urnern (4), Schwyzern (4), Zugern (3) und den Appenzeller Gästen (2), am meisten «Exemplare».

Von den fünf Aktiven des Schwingklubs Einsiedeln holte der 39-jährige Philipp Schuler die Kastanien aus dem Feuer. Nach seinem Zehnerwurf zum Auftakt gegen Damian Egli unterlag er Benji von Ah. Mit zwei Siegen machte er wieder Terrain gut. Mit dem defensiv eingestellten Damian Stöckli musste er die Punkte teilen. Zuletzt konnte er Raphael Waser platt gewinnen und holte damit seinen 48. Kranz. Mit zwei Siegen und vier Unentschieden lief es dem Eidgenossen Alex Schuler nicht wunschgemäss. Dabei wurde er aber keineswegs geschont und trennte sich mit den Eidgenossen Erich Fankhauser und René Suppiger resultatlos. Adi von Euw, Michael Kälin und Marco Reichmuth waren bis zum Schluss dabei.

Christian Schuler siegte in Le Mouret Der 33-jährige Christian Schuler bezwang im Schlussgang nach 3.05 Minuten den Freiburger Eidgenossen Benjamin Gapany. Adrian Steinauer holte sich ebenfalls den Kranz. Erstmals war eine Delegation des Schwingklubs Einsiedeln mit sechs Aktiven an einem Freiburger Kantonalfest eingeladen. Christian Schuler, der fünf Jahre jüngere Bruder von Philipp, kam dabei nach 2009 am Walliser Kantonalen in Kippel zu seinem zweiten Sieg in der Romandie.

Damals feierte er mit dem Freiburger Stefan Zbinden einen Co-Sieg. Der 33-jährige Marketing- Fachmann startete mit dem Unentschieden gegen den Freiburger Favoriten Lario Kramer. Danach war er nicht mehr zu stoppen und reihte Sieg an Sieg. Gael Dubey, Johann Borcard, Cédric Derron und Janis Wieland bezwang er in seiner unverkennbaren Art mit Höchstnoten. Damit holte er sich seinen 17. Kranzfestsieg und unterstrich ein weiteres Mal seine ausgezeichnete Form. In der Jahreswertung liegt er von 289 klassierten Schwingern an neunter Stelle. «Es war für mich schön, nach der Niederlage am Zuger Kantonalen wieder im Schlussgang zu stehen und gewinnen zu können.» Da der 20-jährige Romain Collaud den gleichen Leistungsausweis zustande brachte, konnte er zu Schuler aufschliessen.

Adrian Steinauer holte Kranz

Adrian Steinauer hatte vier Siege und die Niederlagen gegen Benjamin Gapany und Romain Collaud zu verzeichnen. Zuletzt holte er sich die für den Kranz berechtigte Maximalnote gegen Vincent Mosimann. Damit hat er seine Kranzsammlung auf 33 «Exemplare» ausgeweitet. Trotz einer starken Leistung fehlte Roland Kälin ein Viertelspunkt für die «Schlaufe». Ärgerlich war für ihn, dass er für den Sieg gegen den Waadtländer Eidgenossen Steve Duplan wegen einer Verwarnung lediglich die Note 9.50 erhielt. Dies rächte sich am Schluss trotz zweier Siege im Ausstich. Da Michael Hess zuletzt gegen Ivan Mollet einfach der Siegeswurf nicht gelingen wollte, fehlte ihm ein halber Punkt. Der frischgebackene Kranzer Christian Lagler blieb mit je drei Siegen und Unentschieden ohne Niederlage, doch wegen der tiefen Noten bei den Gestellten konnte er die Ernte nicht einfahren. Der erst 17-jährige Kevin Steinauer erfüllte mit je drei Niederlagen und Siegen die Erwartungen.

Christian Schuler mit dem Siegerpreis, dem zweijährigen Rind Ferrara.

Philipp Schuler freut sich mit den Ehrendamen über seinen 48. Kranzgewinn. Fotos: zvg

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