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«Mit dezentraler Chilbi

‹ Klumpen› vermeiden» Gastro Region Einsiedeln Ybrig bietet an verschiedenen Standorten Attraktionen an Statt einer zentralen Beizen-Chilbi

Gastro Region Einsiedeln Ybrig bietet an verschiedenen Standorten Attraktionen an

Statt einer zentralen Beizen-Chilbi im Paracelsus- Park gibts verstreute Anlässe im Dorf. Damit hofft man in Einsiedeln, eine «Klumpenbildung» vermeiden zu können.

VICTOR KÄLIN

Nachdem die Beizen-Chilbi im Paracelsus-Park wegen der Corona- Vorschriften nicht bewilligungsfähig war, überlegte sich Gastro Region Einsiedeln Ybrig, wie die Chilbi stattdessen ins Dorf geholt werden könnte – mit kleinen, dezentralen Angeboten, wie es früher auch in unserem Dorf Brauch und Sitte war (EA 63/21). Dass der Bezirksrat den Verenamarkt für einmal auf der Hauptstrasse bewilligte, entsprach dann ganz der Vorstellung der Wirte, wie Co-Präsidentin Monika Wetzel (Restaurant Schmiede) erfreut feststellt: «Da ist dem Bezirk ein Kränzchen zu winden.» Die Restaurants haben den ihnen zugespielten Ball angenommen und sind selbst aktiv geworden. 15 Wirte haben sich entschlossen, am Sonntag und Montag oder gar an allen drei Chilbi-Tagen Spezialitäten anzubieten, welche von der Kulinarik, über Spiele und Attraktionen bis hin zu Musik und Tanz reichen. Engagiert sind auch 15 Einsiedler Vereine, welche teilweise in Zusammenarbeit mit den Wirten, teilweise aber auch eigenständig «etwas auf die Beine stellen». Monika Wetzel freut sich über das abwechslungsreiche Angebot, das in kurzer Zeit hat organisiert werden müssen: «Es hat für die ganze Familie, für jedes Alter etwas dabei.» Die Ideen seien damit noch nicht ausgeschöpft, aber zur Umsetzung würden die Leute fehlen, da viele Vereine schlicht keine Mitglieder aufbieten können: «Da die Vereinschilbi im Paracelsus- Park abgesagt ist, haben deutlich weniger Einsiedler und Einsiedlerinnen für die Chilbi frei genommen.» Dennoch ist Monika Wetzel überzeugt, dass die spezielle Chilbi 2021 «einen nostalgischen Touch» erhalten hat – und mit den zahlreichen kleinen Anlässen im Dorf an die Durchführungen vor 40 und mehr Jahren erinnert.

Anders als damals schränken in diesem Jahr jedoch die Corona-Vorschriften das Vergnügen ein. Wetzel betont, dass die «Schutzmassnahmen in den Restaurants auch an der Chilbi unverändert gelten». Mit ihrer dezentralen Verteilung der verschiedenen Angebote sollte es ihrer Ansicht nach aber möglich sein, «eine Klumpenbildung zu vermeiden». Sie verweist darauf, dass die Standorte von der Modellbahnanlage Blatten, über den Vieh- und Landmaschinenmarkt bei der Landi an der Alpstrasse, sich durch das ganze Dorf hinaufziehen bis zum Restaurant Lincoln und darüber hinaus bis in die Badi Roblosen. Man könnte wirklich meinen, dass es an alternativen Standorten nicht mangelt.

Monika Wetzel freut sich über die Zusammenarbeit, welche sich in dieser Weise an einer Chilbi noch nie ergeben hat. Sie denkt dabei auch an zahlreiche private Grundstückbesitzer, welche für die Dauer der Chilbi zum Beispiel auf die Parkplätze verzichten und diese zur Verfügung stellen. Ein weiteres Puzzleteil, damit die Einsiedler Chilbi auch in Coronazeiten nicht einfach gestrichen wird, sondern im Rahmen des Möglichen und Erlaubten durchgeführt werden kann.

Die Angebote und Attraktionen der Einsiedler Dorfchilbi werden auf Seite 9 detailliert vorgestellt.

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