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Einsatz für Lockdown-Betroffene

Einsatz für Lockdown-Betroffene Einsatz für Lockdown-Betroffene
38. Generalversammlung des Mieterinnen- und Mieterverbandes des Kantons Schwyz Die GV fand am 25. August in Einsiedeln statt. Wichtige Themen

38. Generalversammlung des Mieterinnen- und Mieterverbandes des Kantons Schwyz

Die GV fand am 25. August in Einsiedeln statt. Wichtige Themen des Abends waren der Einsatz für die vom Corona-Lockdown betroffenen Geschäftsmieter sowie der im letzten Jahr gesunkene Referenzzinssatz.

Mitg. Coronabedingt führte der Mieterverband Kanton Schwyz seine GV erst jetzt im August durch. Dafür war es möglich, diese in Einsiedeln physisch durchzuführen. In seinem Jahresbericht blickte der Präsident Andreas Marty trotz oder gerade wegen des Corona-Lockdowns auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Der Lockdown habe viele Geschäfte in grosse finanzielle Nöte gebracht. Der Mieterverband hatte sich in der Folge für sie eingesetzt und gefordert, dass die vom Lockdown betroffenen Geschäfte während der angeordneten Schliessung nicht die vollen Mieten bezahlen müssen. Auch die Vermieter sollten einen Teil des Risikos übernehmen.

Viele Vermieter hätten sich kulant gezeigt, aber leider gerade grosse Immobilienunternehmen wie Pensionskassen zeigten kein Verständnis und stellten sich stur. Leider hatte sich auch die Politik zu keiner Unterstützung der betroffenen Mieter durchringen können, weder der Nationalrat noch der Schwyzer Kantonsrat.

Enttäuscht zeigte sich Marty auch über die im letzten Jahr vom Stimmvolk abgelehnte eidgenössische Volksinitiative «Für mehr bezahlbaren Wohnraum» des Mieterinnen- und Mieterverbandes. Dabei hätten auch in unserem Kanton immer mehr Menschen Mühe, die hohen Mietpreise bezahlen zu können, und junge Leute seien sogar gezwungen, wegzuziehen, wenn sie selber eine Wohnung beziehen wollen. Die Volksinitiative wäre ein wichtiges Instrument für mehr bezahlbaren Wohnraum gewesen.

Recht auf Mietzinssenkung

Ein wichtiges Thema war auch der im letzten Jahr erneut gesunkene Referenzzinssatz. Mieterinnen und Mieter haben in der Folge das Recht auf eine Mietzinssenkung. Sie müssen sich dafür aber bei ihrem Vermieter melden und diese Senkung beantragen. Diese kann jederzeit beantragt werden.

Für eine durchschnittliche Wohnung kann das Recht auf eine tiefere Miete weit mehr als fünfzig Franken pro Monat ausmachen. Der Mieterinnen- und Mieterverband steht zu dieser Thematik ratsuchenden Mietern zur Seite.

Vorstand wiedergewählt Erfreulicherweise konnte der gesamte Vorstand mit Andreas Marty (Präsident, Einsiedeln) und den Vorstandsmitgliedern Walter Fritsche (Siebnen), Harald Stockmaier (Brunnen), Bernadette Schuler (Schwyz) und Silke Mai (Einsiedeln) wiedergewählt werden. Ebenso wurden die Rechnungsrevisoren Carlo Ferrari und Prisca Bünter (beide Küssnacht) für eine weitere Amtsperiode bestätigt.

Eine Mitgliedschaft im Mieterinnen- und Mieterverband des Kantons Schwyz steht allen Mieterinnen und Mietern offen. Alle Infos: www.mieterverband.ch/ schwyz.

Der Vorstand des Mieterinnen- und Mieterverbandes Kanton Schwyz (v.l.n.r.): Bernadette Schuler (Schwyz), Harald Stockmaier (Brunnen), Andreas Marty (Präsident, Einsiedeln), Walter Fritsche (Siebnen). Ferienabwesend Silke Mai (Einsiedeln).

Foto: zvg

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