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«Die Zuschauer können nur am Gitter hängen»

«Die Zuschauer können nur am Gitter hängen» «Die Zuschauer können nur am Gitter hängen»
Erstmals in der Vereinsgeschichte des Iron Bike Race wurde eine gemeinsame Vorbereitungssitzung für die beiden Organisationskomitees Strecke

Erstmals in der Vereinsgeschichte des Iron Bike Race wurde eine gemeinsame Vorbereitungssitzung für die beiden Organisationskomitees Strecke und Administration durchgeführt. Dies zur einheitlichen Information, bedingt durch die Vorgaben wegen Corona.

mm. Es ist vieles anders am diesjährigen Iron Bike Race Einsiedeln, das einerseits ein würdiges Fest zum 25-Jahr-Jubiläum verdient hätte und andererseits die Schweizermeisterschaften im Bike-Marathon ausrichten darf. Aber eben, Corona diktiert leider die Bedingungen, und die sonntägliche Veranstaltung zählt zu den Grossanlässen. So erfuhren die rund 50 anwesenden und routinierten OK-Mitglieder vergangene Woche an ihrer wie immer einzigen und erstmals zweieinhalb Stunden dauernden Vorbereitungssitzung, was dieses Jahr alles anders ist und was es an Vorschriften einzuhalten gilt.

Erstmals mit Kategorie für E-Bikes

Das Erfreuliche aber vorneweg: Es werden alle vier Strecken wie gehabt angeboten, und zusätzlich gibt es erstmals auch eine Kategorie für die E-Biker. Allerdings wird die einzigartige Atmosphäre, welche jeweils am Start vor der imposanten Klosterkulisse zusammen mit dem eindrücklichen Bikersegen von Pater Lorenz geherrscht hat, fehlen, wird doch im abgesperrten Bereich auf dem Brüelplatz gestartet. Dort haben übrigens nur solche mit Zertifikat, was auch für alle Fahrer Pflicht ist, Zutritt. Das Gleiche gilt fürs Ziel, welches im Holzhof hinter dem Kloster zu finden ist, und auch dort sind nur die Fahrer und die Berechtigten zugelassen.

Der Vorstand bittet sogar die Zuschauer und Betreuer eindringlich, die Biker unterwegs anzufeuern und sich nicht in die Zielzone zu begeben. «Sie können sowieso nur aussen am Gitter hängen!», drückte zum Glück der Humor, aber auch etwas Sarkasmus des wie gewohnt speditiv durch die Versammlung führenden OK-Präsidenten Thomas Uhr durch.

Die Stimmung wird fehlen

Ebenso kann das Kids Race am Samstag stattfinden und zwar wieder wie früher am Friherrenberg. Da dies eine kleinere Veranstaltung ist, gelten zumindest hier nicht die gleichen einschränkenden Vorgaben. Die Siegerehrungen für den Biker-Nachwuchs werden jeweils direkt nach jedem Rennen durchgeführt.

Auch die Erwachsenen werden auf eine eigentliche Rangverkündigung verzichten müssen, ihre Titel und die Podestplätze werden ebenfalls nur an einer schlichten Siegerehrung, aber gewiss nicht minder herzlich gebührend zelebriert. Dazu gehört auch wie immer, dass alle Fahrer des Rennens vom Sonntag einen sehr schönen Erinnerungspreis in Form eines attraktiven «X-Bionic- Funktionsshirts» erhalten.

Anpassungen gibt es aber auch für die zahlreichen Helfer. So wird das Helferfest auf den kommenden Sommer verschoben, und da keine Wirtschaft geführt werden darf, gibt es für alle nur Lunchsäcke. Ausserdem wird an den Verpflegungsposten, sofern man diese noch so nennen kann, nur der persönliche und nicht austauschbare Bidon aufgefüllt, die feste Nahrung erhalten alle Teilnehmer in ihrem Startsack. Doch werden erfreulicherweise die Reparaturposten ihre gewohnten Standorte haben, auch wenn natürlich jeder Fahrer hofft, dass er auf diese verzichten kann.

Ruhig und schulterzuckend, aber zum Glück auch mit einer grossen Portion Humor haben denn die anwesenden erfahrenen OK-Mitglieder diese Informationen entgegengenommen. Es gab einzig einige klärende Rückfragen und bilaterale Gespräche wegen der Änderungen, alles andere wird sich zeigen oder ist eingespielt. Das Ziel aller bleibt ganz einfach, den Radsportlern, seien es die Hobby-Fahrer oder die ambitionierten Bikemarathon-SM-Teilnehmer, einen wunderschönen und bleibenden Sportanlass zu bieten, wird es doch vermutlich der letzte in dieser Form in der herrlichen und prädestinierten Bikeregion Einsiedeln- Ybrig-Alpthal sein. So ist denn zu hoffen, dass sich auch das Wetter von der schönsten Seite zeigen und damit zu einem doch noch würdigen Jubiläum beitragen wird.

Das Iron Bike Race kann dieses Jahr nur in abgespeckter Form stattfinden. Foto: Archiv EA

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