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Darmprobleme: Im AMEOS Spital Einsiedeln in guten Händen

Darmprobleme: Im AMEOS Spital  Einsiedeln in guten Händen Darmprobleme: Im AMEOS Spital  Einsiedeln in guten Händen
Bei Notfall-Operationen zählt oft jede Minute. So war es auch im Fall einer 89-jährigen Patientin, die mit starken Darmblutungen von sich aus

PUBLIREPORTAGE – NEUES AUS DEM SPITAL

Bei Notfall-Operationen zählt oft jede Minute. So war es auch im Fall einer 89-jährigen Patientin, die mit starken Darmblutungen von sich aus in den Notfall des AMEOS Spitals Einsiedeln kam. Mittels sogenannter Laparoskopie-Technik musste der Chefarzt der Klinik für Chirurgie, Prof. Dr. med. Dr. h. c. Norbert Runkel, ein Stück Dickdarm entfernen – und vorübergehend einen künstlichen Darmausgang legen. Der Patientin geht es mittlerweile wieder bestens.

Es ist 8.00 Uhr an einem Morgen Ende August. Prof. Norbert Runkel, Chefarzt der Klinik für Chirurgie des AMEOS Spitals Einsiedeln, steht am Operationstisch und schaut konzentriert durch seine Lupenbrille. Er ist dabei, bei einer 89-jährigen Patientin ein sogenanntes Dünndarmstoma – einen künstlichen Darmausgang – wieder zurückzuverlegen. Ihm gegenüber steht der leitende Arzt Jürg Gresser, der ihn bei der Operation unterstützt. Im Operationssaal ist es ruhig. Lediglich die Kontrollgeräusche der Überwachungsgeräte sind zu hören. Die beiden Ärzte sind ein eingespieltes Team und sprechen kaum. An diesem Morgen näht Prof. Runkel die beiden Darmenden der Patientin wieder zusammen. Der künstliche Darmausgang, den er vor ein paar Wochen legen musste, wird wieder verschlossen. Bevor er den Darm zusammennäht, muss Norbert Runkel das Stoma vorsichtig ausschälen. Blut ist während des gesamten Eingriffs so gut wie keines zu sehen. «Mit dem Elektrokauter veröden wir die Arterien immer gleich wieder», erklärt Ivan Rasch, Leiter der Operationspflege, der während der Operation ebenfalls assistiert. Mit der Operation dieses Morgens findet die mehrwöchige Leidensgeschichte dieser Patientin aus Zürich ein gutes Ende. «Ich erwarte im weiteren Heilungsverlauf keine Komplikationen, sie wird wieder vollkommen gesund», ist Norbert Runkel überzeugt. Die Patientin sei fit und alle Eingriffe seien erfolgreich verlaufen.

Schonendes Operationsverfahren Ende Juli wollte die Rentnerin ein paar Wochen in ihrer Ferienwohnung in Unteriberg verbringen. «Ich hatte jedoch während zwei Tagen immer Blut im Stuhl», berichtet sie. «Als es nicht aufhörte zu bluten, ging ich auf telefonisches Anraten meines Arztes hin in den Notfall des AMEOS Spitals Einsiedeln.» «Divertikel entzünden sich meist, seltener aber kommt es auch zu Blutungen », erklärt Prof. Runkel. So war es auch bei dieser Patientin. In den allermeisten Fällen würden solche Blutungen jedoch von alleine wieder aufhören, sagt er und erklärt weiter: «Bei ihr war es anders.» Sie habe dann wirklich angefangen, sich ernsthafte Sorgen zu machen, erinnert sich die Patientin. «Wir mussten schnell handeln und die Blutung lokalisieren», sagt Runkel. Auf eine Darmspiegelung folgte daher ein CT mit Kontrastmitteln. «Danach haben wir sofort die Operation eingeleitet», sagt der Chefarzt der Chirurgie. «Hätte sie noch mehr Blut verloren, wäre es kritisch geworden. » Norbert Runkel entfernte 20 Zentimeter des Dickdarms. Für solche Eingriffe stehen moderne und schonende Operationsverfahren zur Verfügung. «Die Mehrheit der Dickdarmoperationen werden heutzutage mit der minimalinvasiven Laparoskopie-Technik durchgeführt – auch bekannt als Knopflochchirurgie », sagt Prof. Runkel. Das sei auch am AMEOS Spital Einsiedeln so. Diese Technik erfordere zwar viel Erfahrung des operierenden Arztes, verlaufe aber für die betroffenen Patienten mit markant weniger Komplikationen als bei herkömmlichen Operationsmethoden mit grossem Bauchschnitt. Bei der Laparoskopie werden sowohl eine Kamera mit einer Lampe sowie die chirurgischen Instrumente mit mehreren kleinen Hautschnitten in den Bauchraum eingeführt. «Das Schutz-Stoma haben wir bei der Patientin zusätzlich angelegt, damit die Naht im Dickdarm in Ruhe abheilen kann», erklärt Norbert Runkel. Die Operation sei einwandfrei verlaufen.

Genaue Abklärung Da die Patientin mit dem künstlichen Darmausgang nicht zurechtkam, wurde entschieden, diesen früher als üblich wieder zurückzuverlegen. «Wichtig ist dabei eine genaue Abklärung der Situation vor einem solchen Eingriff», sagt Prof. Runkel. Es müsse alles gut verheilt und dicht sein, sonst hätte er die Operation noch nicht durchführen können. Daher seien eine Darmspiegelung sowie ein weiteres CT vor dem Eingriff nötig, erklärt der Chefarzt. «Bei ihr war zum Glück alles bestens, das heisst die Naht verheilte gut und war auch dicht. Also konnten wir das Stoma schliessen.» «Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der Operation und der Betreuung am AMEOS Spital Einsiedeln», sagt die Patientin rückblickend. Sie befindet sich mittlerweile in einer Reha-Klinik in der Zentralschweiz und hat sich vom Eingriff gut erholt. Weitere Informationen unter ameos.ch/einsiedeln. Bei Fragen und Anregungen zum Thema wenden Sie sich bitte an ratgeber@einsiedeln.ameos.ch.

Bild oben und Mitte: Bevor er den künstlichen Darmausgang zurückverlegen kann, untersucht Prof. Runkel mit seinem Team den Darm. Bilder unten: Die Chirurgen nähen am nächsten Tag die Darmenden wieder zusammen.

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