Veröffentlicht am

Ein neues Sozialwerk wird begrüsst

Der Schwyer Gewerkschaftsbund zeigt sich zufrieden darüber, wie Überbrückungsleistungen als ein neues Sozialwerk daherkommen. Für Alex

Der Schwyer Gewerkschaftsbund zeigt sich zufrieden darüber, wie Überbrückungsleistungen als ein neues Sozialwerk daherkommen.

Für Alex Granato, Vorstandsmitglied des Schwyzer Gewerkschaftsbunds, ist es eine Sternstunde: «Nur zwei Jahre benötigte das träge System von Bundesrat, Parlament und Bundesverwaltung für die Einführung einer neuen Sozialversicherung », schreibt der Gewerkschaftsbund Kanton Schwyz in einer Medienmitteilung: Nämlich die «Überbrückungsleistungen für ältere Arbeitslose».

Die Überbrückungsleistungen sind am 1. Juli in Kraft getreten. Ihr Entstehen zeichnete der Unia-Regionalsekretär in Pfäffikon im Rahmen der Delegiertenversammlung des Schwyzer Gewerkschaftsbundes nach.

Ein langer Weg

«Die Überbrückungsleistungen tragen wesentlich zur Existenzsicherung bei, wenn jemand kurz vor dem Rentenalter von der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert wird», teilt der Schwyzer Gewerkschaftsbund mit: «Ausgerichtet werden sie an nach dem 60. Altersjahr Ausgesteuerte, wenn sie mindestens zwanzig Jahre in der AHV versichert waren. » Die Anmeldung geschieht via kantonaler Ausgleichskasse. Die Berechnung des Anspruchs gleicht den Ergänzungsleistungen. So darf das Vermögen bei Alleinstehenden nicht mehr als 50'000 Franken betragen.

Granato erinnerte an den langen Weg der heutigen Arbeitslosenversicherung aus den ehemaligen Gewerkschaftsstreiks und Krankheitskassen des 19. Jahrhunderts. Beispiel sei die «Arbeitslosen- und Unterstützungskasse » der Typographen im Jahr 1884. Die Mitgliederzahl gehalten

«Erst 1951 folgte eine öffentliche freiwillige Arbeitslosenkasse, die wegen der Arbeitslosigkeit in der Ölkrise 1974 obligatorisch erklärt wurde», heisst es in der Mitteilung weiter: «Mit den Überbrückungsleistungen für ältere Arbeitslose ist nun für Tausende Ausgesteuerte nicht zuletzt auf Druck der Gewerkschaften ein wichtiges neues Sozialhilfe- Glied geschaffen worden.» Die statutarischen Traktanden bestätigten unter anderem den bisherigen Gewerkschaftsbundvorstand mit Hanspeter Senn als Präsidenten und Fabio Noro als Sekretär. Der Mitgliederbestand der angeschlossenen Verbände und Gewerkschaften ist im Berichtsjahr 2020 leicht gestiegen. «Erfreulich in Zeiten, in denen die Notwendigkeit von solidarischen Arbeitnehmenden- Zusammenschlüssen keine Selbstverständlichkeit mehr ist», schreibt der Bund.

Share
LATEST NEWS